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Ausgabe Juli 2017

Sport-Informations-Dienst (SID)

Köln (SID) Deutschlands Tischtennis-Star Timo Boll schlägt im Anschluss an die Einzel-WM in seiner Wahlheimat Düsseldorf (29. Mai bis 5. Juni) in Hongkong auf – als Teilzeit-Profi. Der EM-Rekordchampion ist in Asien parallel zu seinen Einsätzen beim deutschen Meister Borussia Düsseldorf in der neuartigen Asian Pacific Table Tennis League (T2APAC) dabei. Das gaben die Organisatoren im März auf ihrer Homepage bekannt.

Die Turnierserie ist mit einem Gesamtpreisgeld von 1,5 Millionen Dollar der bislang höchstdotierte Tischtennis-Wettbewerb. Zu den Innovationen bei den von Juli bis Dezember geplanten Veranstaltungen gehören neben der Premiere eines Mannschafts-Systems ein Spieler-Draft nach Vorbild nordamerikanischer Profiligen, eine Zeitbegrenzung für Spiele und eine modifizierte Zählweise.

„Ich freue mich, bei der Gründung dieses faszinierenden Projektes dabei zu sein“, zitierten die Turnier-Organisatoren den Weltranglistenzwölften Boll bei der Bekanntgabe seiner Verpflichtung: „Ich glaube, dass das neue Format eine Verbesserung ist, um Tischtennis für Fernsehzuschauer und Fans attraktiver zu machen. Die T2APAC kann das Spiel verändern und hat das Potenzial, Tischtennis in neue Höhen zu heben.“

An der neuen Serie nehmen jeweils zwölf Männer und Frauen teil. Neben Boll, der in China sehr große Popularität genießt, ist in dem noch nicht komplett benannten Teilnehmerfeld der frühere Weltranglistenerste Wladimir Samsonow (Weißrussland) der bekannteste Spieler. Der japanische Olympiadritte Jun Mizutani ist als Nummer sechs der Welt momentan der hochkarätigste T2APAC-Teilnehmer. Von Chinas Weltmeistern und Olympiasiegern ist bisher noch keiner dabei.

Boll wird voraussichtlich nicht an allen Turnieren in Hongkong teilnehmen. Nach SID-Informationen spielt der 36-Jährige lediglich bei vier Veranstaltungen, die an Wochenenden ohne Champions-League-Termine seines Düsseldorfer Klubs stattfinden.