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Januar 2018

Landessportbünde

Hohe Auszeichnung für außergewöhnliches bürgerschaftliches und gesellschaftliches Engagement: Drei Sportvereine aus Baden-Württemberg sind Ende 2017 in Stuttgart von den Volksbanken und Raiffeisenbanken im Land mit den „Sternen des Sports“ in Silber ausgezeichnet worden − darunter mit dem TSV Buchen auch ein Verein aus Nordbaden. Der „Große Stern des Sports“ in Silber ging an den FC Esslingen, für den gesellschaftliches Engagement oberste Priorität hat. Der FCE ist mehr als nur ein Sportverein. Er hat eine Vielzahl von sozialen, inklusiven und integrativen Projekten angestoßen und setzt diese auch nachhaltig um. Sein Grundgedanke: „Fußball ist mehr als 1:0.“ Der FCE vertritt Baden-Württemberg damit im bundesweiten Wettbewerb um die „Sterne des Sports“ in Gold, die am 24. Januar in Berlin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verliehen werden. Jeweils ein „Kleiner Stern des Sports“ in Silber ging auf Landesebene an den Turn- und Sportverein 1863 Buchen aus dem Neckar-Odenwald-Kreis und den Rugby Club Rottweil.

Die Oscars des Breitensports

„Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland ehrenamtlich in Sportvereinen und leisten auf vielfältige Weise eine ungemein wertvolle Arbeit für die Gesellschaft“, betonte Kultusstaatssekretär Volker Schebesta bei der Preisverleihung im Stuttgarter GENO-Haus. Auch Dr. Roman Glaser, Präsident des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands (BWGV), stellte die bürgerschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung von Vereinen heraus: „Jedes Jahr zeigen die ‚Sterne des Sports’ eindrucksvoll, wie sich Bürgerinnen und Bürger in Sportvereinen um das Gemeinwohl verdient machen.“ Für Andreas Felchle, Vizepräsident des Landessportverbandes Baden-Württemberg, gehören die „Sterne des Sports“ zu den bedeutendsten Auszeichnungen für ehrenamtliches Engagement im deutschen Sport. „Sie sind gewissermaßen die Oscars des Breitensports“, meinte Felchle. Die feierliche Ehrung nahm Niko Kappel vor, Paralympics-Goldmedaillengewinner 2016 im Kugelstoßen.

Mit der Auszeichnung „Sterne des Sports“ würdigen die Genossenschaftsbanken herausragende Projekte und danken allen Ehrenamtlichen in den Vereinen für ihren täglichen Einsatz. Seit dem Jahr 2004 werden die „Sterne des Sports“ von den Volksbanken und Raiffeisenbanken gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund und den Landessportbünden verliehen. Mit dem „Großen Stern des Sports“ in Silber ist ein Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro verbunden, die Kleinen Sterne sind mit jeweils 1.250 Euro dotiert.

Projekt „Enkel trainieren Großeltern“ beim TSV Buchen

Jeweils einen „Kleinen Stern des Sports“ in Silber erhielten der Turn- und Sportverein Buchen und der Rugby Club Rottweil, dem es darum geht, Kindern und Jugendlichen die zentralen Werte des Rugby-Sports zu vermitteln, nämlich Solidarität, Disziplin, Respekt und Leidenschaft. Darüber hinaus begreift der RCR den körperbetonten aber fairen Sport als geeignete Maßnahme zur Gewaltprävention sowie zur Förderung von Integration.

Große Freude herrschte bei der Delegation des TSV Buchen um dessen 1. Vorsitzenden Kurt Bonaszewski über den „Kleinen Stern des Sports“ in Silber (sh. Foto). Der TSV ist für sein generationsübergreifendes Projekt „Enkel trainieren Großeltern“ ausgezeichnet worden. Dahinter steckt die Idee, Senioren und Kinder zum gemeinsamen Turnen einzuladen. Durch die Spontanität und den Unternehmungsgeist der Kinder werden die Senioren angesteckt und bleiben länger aktiv und geistig fit, so das Ziel. Außerdem hilft die enge Bindung zwischen Enkeln und Großeltern den Älteren dabei, mögliche Hemmschwellen zu überwinden und sich regelmäßig zu motivieren.

Aktuell zählt der TSV Buchen 850 Mitglieder, die über 60 Jahre alt sind – dies entspricht etwa einem Drittel der Gesamt-Mitgliederzahl. Das Engagement „Enkel trainieren Großeltern“, das übrigens nicht auf Verwandtschaftsbeziehungen beschränkt ist, profitiert nicht zuletzt von einer seit vielen Jahren praktizierten intensiven Fördertätigkeit des TSV, die es jungen Menschen ermöglicht, sich zu Trainern ausbilden zu lassen. Hierzu kooperiert der Verein eng mit Buchener Schulen, insbesondere mit dem Burghardt-Gymnasium Buchen. Jedes Jahr qualifizieren sich zwischen 20 und 25 Schülerinnen und Schüler des BGB zu Übungsleitern mit C-Lizenz des Badischen Sportbunds – und der TSV ist stets mit bis zu sechs Schülern dabei.

Von diesen fundierten Kenntnissen profitiert wiederum das Sportangebot des gesamten Vereins, das gerade im Senioren-Bereich weiter ausgebaut wird. Insbesondere durch Schaffung zusätzlicher Sportangebote am Vormittag kann der TSV weiteren Senioren sportliche Aktivität ermöglichen und den Schülerinnen und Schülern sportliche Praxis während der Schulzeit anbieten. Das hat zudem den angenehmen Nebeneffekt, dass der Verein sowohl im Jugendbereich als auch bei den Älteren Mitglieder dazugewinnt.

Quelle: www.badischer-sportbund.de