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April 2018

Landessportbünde

Mit dem „Lu-Röder-Preis“ würdigt der Landessportbund Hessen seit 1988 jährlich Funktionärinnen, die sich engagiert für die Belange von Frauen im Sport einsetzen. Verliehen wird der Preis durch das Präsidium des Landessportbundes. Bei ihrer Entscheidung berücksichtigt die Jury außergewöhnliche Leistungen von Frauen für Frauen im Verein, Verband oder Sportkreis. Die Preisverleihung findet in der Regel im Rahmen des Sommerfestes des Landesportbundes Hessen, in der Sportschule des lsb h, gemeinsam mit dem Hessischen Ministerium des Innern und für Sport statt. Das Preisgeld muss von der oder den Preisträgerin/-nen für die Fortsetzung ihrer Frauenarbeit verwendet werden.

Seit 2017 wird der Preis in zwei Kategorien vergeben:

  • Der Preis in der Kategorie „Vorbild/Lebenswerk“ ist mit 1.500 Euro dotiert
  • Der Preis in der Kategorie „Engagierter Nachwuchs“ ist mit 1.000 Euro dotiert

Einsendeschluss für den „Lu-Röder-Preis 2017“ ist der 23. Februar 2018. Die Bewerbungsunterlagen sind mit einem Empfehlungsschreiben des zuständigen Sportkreises oder Sportverbandes an den lsb h einzureichen.

Die Auswahlkriterien:

  • Einsatz in herausragender Weise für die Belange des Sports
  • Engagement für frauenfördernde Vereinsangebote
  • Aufbau eines sozialen Projektes
  • Sportpolitisches Engagement über den Verein hinaus im Funktionärsbereich
  • Nachwuchsförderung im ehrenamtlichen Bereich
  • Nachwuchsförderung im sportlichen Bereich
  • Übernahme von Führungspositionen

Downloads: Ausschreibung Lu-RöderPreisBewerbungsbogen

Über die Namensgeberin

Lu Röder war eine Vordenkerin, eine Vorkämpferin, eine Vormacherin. Als sie 1973 ins Präsidium des Landessportbundes Hessen einzog, war das nicht nur ungewöhnlich. Es war auch ein großer Glücksfall für die Frauen im hessischen Sport. 14 Jahre lang, bis zu ihrem Ausscheiden 1987, kämpfte sie dafür, dass Frauen nicht nur selbstbestimmt Sport treiben konnten, sondern sich auch in Führungspositionen engagierten. Dafür entwickelte sie Qualifizierungsmaßnahmen  und verschiedene Konzepte.

Mit dem Lu-Röder-Preis, der 1988 erstmals vergeben wurde, will der LA-FiS – ganz im Sinne der Namensgeberin – die Arbeit rühriger Frauen im Sport würdigen. Er will honorieren, was Frauen heute leisten, und Anreiz geben, nicht aufzuhören, sich auch in schwierigen Situationen nicht unterkriegen zu lassen. In der Ausschreibung heißt es: „Der Preis wird an Frauen verliehen, die das Verständnis für die besondere Situation der Frau im Sport und die Notwendigkeit einer partnerschaftlichen Entwicklung in der Sportorganisation durch ihren besonderen Einsatz in der Verbands- oder Vereinsführung fördern.

Bisherige Preisträgerinnen (1988 – 2015)

  • 1988: Gisela Schiebener (Turnverein Eschborn 1888 e.V.)
  • 1989: Martha Gumbrecht (Hessischer Ruderverband)
  • 1990: Wilfriede Müller (Sportkreis Wolfhagen)
  • 1991: Monika Koch-Emsermann (Hessischer Fußball-Verband)
  • 1992: Erika Krieger-Meyer (Hessischer Fachverband für Karate)
  • 1993: Erika Stiehl (Schützenverein 1867 e.V. Bettenhausen)
  • 1994: Valeria Eschenbach-Opitz (Sportkreis Marburg)
  • 1995: Jutta Nungesser (Hessischer Volleyball-Verband)
  • 1996: Christa Porten (Sportkreis Untertaunus)
  • 1997: Karin Rupp (Hessischer Triathlon-Verband)
  • 1998: Marliese Beier (Turngau Offenbach-Hanau)
  • 1999: Rosalind Scheffler (Sportkreis Hanau)
  • 2000: Marianne Hofmann (TSF Heuchelheim/Sportkreis Gießen)
  • 2001: Margret Lehnert (Hessischer Leichtathletikverband)
  • 2002: Erica Fischbach (Hessischer Bob-/Schlittensportverband)
  • 2003: Ute Teuchner (Sportkreis Dieburg)
  • 2004: Doris Herscu (Sportkreis Fulda)
  • 2005: Cornelia Straub (Hessischer Tanzsportverband)
  • 2006: Heide Klabers (TGS 1895 Jügesheim/Sportkreis Offenbach)
  • 2007: Waltraud Nüßer (Hessischer Fechterverband)
  • 2008: Beate Schmidt (Hessischer Judo-Verband)
  • 2009: Ursula Gratzfeld (Sportkreis Wetterau) und Reinhild Vogt (Sportkreis Fulda-Eder)
  • 2010: Rosel Schleicher (Sportkreis Wetterau, Turngau Wetterau-Vogelsberg)
  • 2011: Sunny Graff (Sportkreis Frankfurt) und Anja Wolf-Blanke (Hessischer Leichtathletikverband)
  • 2012: Hülya Özger (Sportkreis Fulda)
  • 2013: Erika Müllmann (Hessischer Sportakrobatikverband)
  • 2014: Ute Maaß (Hessischer Fußball-Verband) und Inge Ries (Sportkreis Offenbach)
  • 2015: Ursula Harms (Sportkreis Region Kassel) und Petra Katharina Seibert (Hessischer Judoverband e. V.)
  • 2016: Karin Scheunemann (Hessischer Leichtathletik-Verband)

Quelle: www.landessportbund-hessen.de