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Ausgabe September 2017

ARAG

Wie in jedem Jahr veranstaltete der SV aus Niedersachsen sein traditionelles Osterfeuer.

Die jugendlichen Mitglieder des Vereins im Alter von 17 bis 20 Jahren waren abgestellt, sich um die Organisation zu kümmern, was sie auch sehr gern übernahmen. Sie hatten sich um Getränke und Grillgut, um Holzkohle und Anzünder gekümmert, eigens einen Flyer gestaltet und die Grillhütte auf Vordermann gebracht. Auch das Holz war schon gestapelt.

In den vergangenen Jahren war es häufiger vorgekommen, dass sich die Jugendlichen aus dem Nachbarort versammelten, um den Helfern des SV einen Streich zu spielen. Sie hatten sich in der Nacht vor der Veranstaltung angeschlichen und den Holzstapel angezündet, damit er vorzeitig abbrannte und die jungen Leute kurzfristig neues Holz sammeln und aufschichten mussten.

Die Jungs vom SV hatten sich vorgenommen, dass das in diesem Jahr nicht passieren würde. Lennart und Nils, beide 18, wollten das Gelände bewachen, hatten sich extra am Mittag schon etwas ausgeruht, um in der Nacht auf ihren hoch aufragenden Holzstapel aufzupassen.

Als es in der Nacht kühl wurde, setzten sich die beiden jungen Männer ins Innere des Stapels. Es kam wie es kommen musste: beide nickten ein und erwachten erst durch ein lautes Knistern und den beißenden Geruch nach Rauch. Schnell sprangen sie auf und krochen unter den Holzschichten hindurch. Lennart war schon im Freien, er sah die Übeltäter noch wegrennen. Beim Durchkriechen hatte sich aber ein recht großer, senkrecht aufgestellter Stamm gelöst und der ganze Stapel begann, in sich zusammenzustürzen. Ein schwerer Balken traf Nils an Kopf, Schulter und Beinen. Bevor er mit dem Feuer in Kontakt kam, konnte Lennart den Freund zum Glück noch gerade rechtzeitig aus dem Gefahrenbereich ziehen.

Lennart alarmierte einen Krankenwagen. Die Feuerwehrkräfte, die mit Pulverlöschern anrückten, leisteten sofort Erste Hilfe. Rettungs- und Notarztwagen trafen sehr schnell am Unfallort ein.

Nils hatte eine schwere Gehirnerschütterung erlitten, von der er sich aber bereits nach kurzer Zeit erholte. Bleibende Schäden wird er wohl wegen der Schulterverletzung und mehreren Beinbrüchen zurückbehalten.

Sofort nachdem der Sportverein Kenntnis von dem Unglück erhalten hatte, informierte er die ARAG Sportversicherung. Diese wickelte den Schadenfall direkt mit dem Verletzten ab. So wie es aussieht, wird Nils schon in absehbarer Zeit wieder Vereinssport treiben können.

In Regionen, in denen das Osterfeuer Brauch ist, wird in jedem Jahr ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Holz – nicht zuletzt wegen der Tiere, die darunter auch gern Unterschlupf suchen – erst kurz vor dem Abbrennen aufgestapelt werden darf.

Alkohol war bei dem Unfall nicht im Spiel, allerdings eine große Portion Leichtsinn auf beiden Seiten.