arag sid

September 2020

ARAG

Regelmäßiger Sport ist gesund: An dieser Tatsache besteht inzwischen sicher kein Zweifel mehr. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen den positiven Effekt regelmäßiger körperlicher Betätigung für den menschlichen Körper – ob jung oder alt.

Nichts zu tun, ist auf Dauer ungesund für den Bewegungsapparat und das Herz-Kreislauf-System. Rückenschmerzen oder Bluthochdruck sind oftmals Folgen langjährigen Bewegungsmangels.

Das „Medikament“ Sport hat aber manchmal leider auch „Nebenwirkungen“: Für Sportler jeden Alters und Geschlechts besteht natürlich das Risiko, sich zu verletzen, egal welcher Sportart sie nachgehen. Jährlich erleiden ca. 5-6 Prozent aller Breitensportler eine Verletzung. Bei Leistungs- und Profisportlern liegt diese Zahl wesentlich höher. Oft ist eine Verletzung oder ein Sportschaden dann der Grund, warum die Betätigung reduziert oder ganz aufgegeben wird.

Breitensportler im Alter zwischen 15 und 50 Jahren verletzen sich zu 50 bis 70 Prozent am häufigsten an den unteren Extremitäten. Typisch sind dabei vor allem Riss-, Bruch- und Zerrverletzungen im Bereich der Knie‑ und Sprunggelenke nach Umknicken, Verdrehen beim Laufen, Springen oder Landen.

Sind die Arme oder der Kopf betroffen, handelt es sich vorwiegend um Prellungen und Brüche durch Stürze oder Zusammenstöße mit Geräten oder anderen Sportlern.

Zu einem Großteil mitverantwortlich für Verletzungen sind mangelhaft ausgeprägte athletische, koordinative oder technische Fertigkeiten.

Um gar nicht erst die Frage aufkommen zu lassen, ob man wegen einer möglichen Verletzung keinen Sport mehr treiben kann und auch, weil Sport mit geringem oder keinem Verletzungsrisiko viel mehr Spaß macht, ist daher Vorbeugung angesagt.

Die Abteilung Sportmedizin der Ruhr-Universität Bochum hat in Kooperation mit dem Landessportbund NRW und der ARAG Sportversicherung vier Handlungsfelder der Prävention für Trainer und Sportler ausgearbeitet.

Erarbeitet wurden unterschiedliche Basisübungen zur Vorbeugung, speziell ausgerichtet auf die typischen Verletzungsmuster im Breitensport. So werden Sportler und Sportlerinnen widerstandsfähig gemacht und auf Situationen vorbereitet, die zu Verletzungen führen können, aber dank der Vorbeugungsübungen nicht zwangsläufig dazu führen müssen.

Unter dem Link http://www.vibss.de/vereinspraxis/praxishilfen/praevention-von-sportverletzungen/  sind viele interessante Informationen zum Thema Prävention und Gesundheit im Sport zu finden.