arag sid

November 2020

Landessportbünde

Schon einmal etwas von Core Stability, Functional Training, Spiraldynamik, Life-Kinetic® oder Cross-Fit® gehört? Wenn nicht, dann hätten Sie beim Übungsleiterforum des Sportbundes Rheinland im Schul- und Sportzentrum Koblenz-Karthause entsprechende Wissenslücken schließen können. Fast 400 Übungsleiter und Übungsleiterinnen nutzten ausgiebig die Gelegenheit, ihren Erfahrungsschatz im Gesundheits- und Fitnesssport anzureichern. Sie hatten die Qual der Wahl, aus 32 Arbeitskreisen ein individuell maßgeschneidertes Tagesprogramm zusammenzustellen.

SBR-Vizepräsident Günter Berg zeigte sich in der voll besetzten Aula der Koblenzer Eliteschule des Sportes, dem Gymnasium auf der Karthause, hoch erfreut, so viele Teilnehmer begrüßen zu können. „Ihr Interesse an der Veranstaltung zeigt, dass wir mit unseren Fortbildungsinhalten auf dem neusten Stand sind. Wir wollen Ihnen Impulse für Ihre wichtige Arbeit in den Vereinen geben“, sagte Berg, der im kommenden Jahr nicht mehr für einen Posten im SBR-Präsidium kandidieren will. Berg präsentierte zum Abschied eine beeindruckende Bilanz: „In den neun Übungsleiterforen unter meiner Ägide wurden mehr als 4500 Übungsleiterinnen und Übungsleiter fortgebildet.“

Der Präsident des Sportbundes Rheinland, Fred Pretz, betonte die Vielfalt der Anforderungen an einen Übungsleiter, die weit über das Vermitteln motorischer Fähigkeiten hinausgingen. „Sie sind Vorbild für die gesunde Entwicklung Kinder und Jugendlicher, deshalb sind Sie uns als Mensch so wichtig.“ Dies werde nicht zuletzt auch durch die Inhalte des Übungsleiterforums unterstrichen. So beschäftigten sich weitere Arbeitskreise mit Stressmanagement, Teamgeist, Yoga & Burnout sowie Sport und Ernährung. Markant. Souverän. Stark. Sind Sie als Übungsleiter ‘ne Marke?“, wurde in einem weiteren Arbeitskreis thematisiert.

Ein weiteres Highlight war sicherlich der Gastvortrag des renommierten Sportpsychologen Professor Dr. Hans Eberspächer. Sein Thema: „Erfolg beginnt im Kopf – Gut sein wenn‘s drauf ankommt!“ Eberspächer gab einen sehr humoristischen Einblick in seine Arbeit mit Spitzensportlern. Das Geheimnis des Erfolges von Athleten sei die Konzentration auf den „Job“. „Wenn du beginnst, die Folgen deines Tuns zu bedenken, dann hast du schon verloren.“ Eberspächer verglich das Abrufen von Bewegungsmustern mit der Funktion eines Navigationsgerätes. Demzufolge bedeute mentales Training nichts anderes als „Mach dir ein Navi im Kopf, dem du Schritt für Schritt folgst.“

Weitere Gründe für sportliche Misserfolge sei das Arbeiten an den Schwächen. „Diese Liste der Schwächen ist und bleibt unendlich lang, sie kann nicht abgearbeitet werden“, so Eberspächer. Den Übungsleitern gab der Psychologe mit auf den Nachhauseweg: „Seid nicht Buchalter der Schwächen eurer Schützlinge sondern Experten ihrer Stärken!“

400 Teilnehmer waren begeistert von Inhalten und Organisation

Die Resonanz auf den Klassiker unter den SBR-Veranstaltungen war äußerst positiv. Dies betraf nicht nur die Inhalte, sondern auch die organisatorischen Abläufe. So mussten wegen des großen Zuspruches weitere Sporthallen außerhalb des Schul- und Sportzentrums angemietet werden. SBR-Präsident Fred Pretz sagte abschließend unter großem Beifall: „Auch unter neuer ehrenamtlicher Führung werden wir an der Grundkonzeption dieser für den organisierten Sport so wichtigen Veranstaltung festhalten.“

Quelle: Sportbund Rheinland – www.sportbund-rheinland.de