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September 2020

Landessportbünde

Wie gestaltet man ein Ferienprogramm, das die Kinder fesselt? Wie finanziert man die Erlebniszeit der Kleinen und Großen? Was muss beachtet werden, wenn die Aufsicht geführt wird? Was versteckt sich hinter der Aktion „Ferien am Ort“? Oder: Wie verhalte ich mich in Krisensituationen im Ferienprogramm oder in der Ferienfreizeit?

All das waren Fragen bei der Fachtagung „Ferienaktionen“ der Sportjugend, die unter anderem von der Geschäftsführerin der Sportjugend, Susanne Weber, beantwortet wurden. Mehr als 50 Vereinsvertreter waren ins Haus Wasserburg nach Vallendar gekommen, um grundlegende Informationen für ihre diesjährigen Ferienaktionen zu sammeln.

„In den Ferien suchen Eltern nach Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder. Die Vereine können die Suche der Eltern für sich nutzen, und Schülern ein Angebot machen, das am Ende auch bedeutet, neue Vereinsmitglieder gewonnen zu haben“, zeigt der stellvertretende Vorsitzende der Sportjugend, Jens Boettiger, die Potenziale auf, die in Ferienaktionen liegen.

Ausgebuchte Sportjugend-Fachtagung „Ferienaktionen“ bot fünf Workshops

In fünf Workshop-Runden, die je zwei Mal angeboten wurden, konnte sich in kleinen Gesprächsrunden mit den Referenten ausgetauscht werden. Marion Schmidtke erklärte, ein spannend klingendes Motto sei das A und O einer guten Aktion. Bei der Finanzierung sollte in jedem Kreis genaue Informationen eingeholt werden. Denn hier bestehen Unterschiede in der Bezuschussung, die beträchtlich sein können, so Weber in ihrem Workshop.

Sylke Ziss und Nedia Zouari, Sportjugend-Kolleginnen beim LSB, erklärten, wie eine Unterstützung durch die Aktion „Ferien am Ort“ aussehen kann. Die Aussage, dass man bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gleich mit einem Bein im Gefängnis stehe, entkräftete Peer Lemmerz in seinem Vortrag. „Ich kenne in meinem Bekanntenkreis keinen und habe über die vielen Jahre, die ich mittlerweile in der Jugendarbeit tätig bin, keinen kennengelernt, der deswegen schon einmal im Gefängnis war.“

Statistisch ist dies ein Irrglaube und man solle sich eine gute Aktion nicht ausreden lassen. Wenn es doch zu einer brenzligen Situation kommen sollte, zeigte Britta Runkel, wie handlungsfähig, aber nicht kopflos entgegen gewirkt wird.

In der Zusammenfassung machte Boettiger auf den zentralen Punkt bei der Planung von Ferienaktionen aufmerksam. „Schaffen Sie Netzwerke und kommunizieren Sie mit Partnern in ihrer Kommune. So lässt sich vielleicht sogar erreichen, dass sich eine Hallentür für Ihr Ferienprogramm öffnet, die vorher ohne Wenn und Aber verschlossen war!“

Quelle: www.sportbund-rheinland.de