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Joachim Löw: Weltmeister-Bonus / Neues Ziel: EURO 2016

Juli 2014

München (SID) Der Weg von Joachim Löw als Bundestrainer ist noch nicht zu Ende. Mindestens weitere zwei Jahre will er das Amt begleiten. Großartig beweisen muss er in dieser Zeit keinem mehr etwas. Der 54-Jährige hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zum WM-Titel geführt. Mehr geht eigentlich nicht mehr.

Doch Löw hat noch nicht genug. Er weiß, dass der Boden für weitere Erfolge bereitet ist. Auch ohne seinen Kapitän Philipp Lahm steht ihm in den kommenden Jahren ein Kader mit großen Perspektiven zur Verfügung. Umgekehrt können sich die Stars weiter auf einen Trainer freuen, der sie in den vergangenen acht Jahren mit seiner Philosophie und mit seinem Mut zu Veränderungen zu Weltmeistern geformt hat.

Dass jetzt trotz des WM-Triumphs keiner abhebt, war schon in den Tagen nach Brasilien deutlich erkennbar. Statt Überheblichkeit war bei den Spielern, aber auch beim Trainer ein Schuss Demut zu spüren. Die Hoffnung auf eine deutsche Ära im Weltfußball ist zwar groß, doch auch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach mahnte bereits, dass sich Verband und Nationalmannschaft „immer weiter entwickeln“ müssten. Stillstand ist Rückschritt, weiß nicht nur Niersbach.

Deshalb baut der DFB unter anderem ein Leistungszentrum, um die Kräfte künftig noch besser zu bündeln. Und Löw soll mit der Nationalmannschaft vorangehen, Vorbild für alle Entwicklungen sein.

Amtsmüde scheint Löw dabei noch lange nicht zu sein. Nach seiner kurzen Auszeit formulierte er schon wieder ein neues Ziel: Die EURO 2016. Noch nie hat die DFB-Auswahl bisher einen Titel beim folgenden Turnier bestätigen können.

Joachim Löw soll es nun richten. Die Erwartungshaltung ist groß – doch schon bei der WM hat Löw bewiesen, diesen Druck locker aushalten zu können. Dass der Weltmeister-Bonus zum Malus werden könnte, ist deshalb nicht anzunehmen.

 

Alle Weltmeister seit 1930: Brasilien mit fünf Titeln spitze