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September 2020

Landessportbünde

Die Mitgliederversammlung des Hamburger Sportbundes (HSB) hat ein neues Präsidium gewählt. Dr. Jürgen Mantell wurde mit wenigen Gegenstimmen neuer HSB-Präsident. Günter Ploß wurde auf Antrag des neuen Präsidiums einstimmig zum Ehrenpräsidenten gewählt.

Ebenfalls ins Präsidium wählte die Versammlung als Vizepräsidentin und Vizepräsidenten Angela Braasch-Eggert (Sportinfrastruktur), Prof. Dr. Hans-Jürgen Schulke (Vereins- und Verbandsentwicklung), Holger Hansen (Finanzen), Thomas Fromm (Breitensportentwicklung) und Klaus Widegreen (Leistungssportentwicklung).

Mantell kündigte eine neue Struktur für den HSB an, die ihn effizienter und transparenter machen wird. Auf Vorschlag des Präsidiums setzte die Mitgliederversammlung eine Kommission ein, die Vorschläge dazu machen wird.

Der HSB ist Interessenvertreter und Dienstleister für seine Mitglieder. In dieser Funktion muss sich der HSB dafür stark machen, dass die Dekadenstrategie umfassend umgesetzt wird. Dafür braucht der Sport in Hamburg aber ein höheres politisches Gewicht und eine entsprechend höhere finanzielle Ausstattung, so Mantell.

Alle Redner und die gesamte Versammlung würdigten die Leistungen von Günter Ploß, der nicht wieder für das Amt des Präsidenten kandidierte. Sportsenator Michael Neumann sagte hierzu: „Du hast dafür gesorgt, dass der Sport in Hamburg beginnt, den Stellenwert zu entwickeln, den er verdient. Du kannst auf Deine Amtszeit und Dich stolz sein. Ich bin dankbar, dass ich mit Dir zusammenarbeiten konnte.“

Olympische Spiele in Deutschland sind für das IOC eine Chance, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann. Er betonte dabei, dass Hamburg und Berlin beide in der Lage seien, Olympische Sommerspiele auszurichten. Er empfahl, bei der Arbeit an einer möglichen Hamburger Bewerbung: „Bleiben Sie bei Ihrem bisherigen Ansatz, mit heißem Herz aber kühlem Kopf vorzugehen!“

Zu einer Hamburger Olympia-Bewerbung verabschiedete die Mitgliederversammlung eine Resolution unter dem Titel „Das Tor zur Welt begrüßt die Jugend der Welt!. Die Sportvereine und –verbände in Hamburg drücken damit ihre Unterstützung für eine Olympia-Bewerbung aus.

Die Jahresrechnung 2013 und der Nachtragshaushalt 2014 wurden genehmigt und das Präsidium entlastet. Dem Sportfördervertrag 2015/206 wurde von der Mitgliederversammlung zugestimmt. Nachdem der Hamburger Fußball-Verband bereits zugestimmt hatte, fehlt nun noch der Beschluss der Hamburgischen Bürgerschaft, um den Vertrag in Kraft zu setzen.

Vor dem Einstieg in die Tagesordnung wurde der mit 2000 Euro dotierte Fritz Bauer-Preis an den SC Urania von 1931 e.V. vergeben. Der Preis zeichnet Maßnahmen zur Förderung des ehrenamtlichen Engagements aus. Der SC Urania engagiert sich dafür, Frauen mit Migrationshintergrund über niedrigschwellige Sportangebote in den Verein zu integrieren und in die ehrenamtliche Arbeit einzubinden. Mit diesem Ansatz wurden bisher fünf Frauen mit Migrationshintergrund als Vereinsvorstand, Projektkoordinatorin oder Übungsleiterinnen (C-Lizenz) gewonnen.

http://www.hamburger-sportbund.de