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September 2020

Landessportbünde

Kooperationen zwischen Schulen und Sportvereinen sind weiterhin ein Dauerbrenner, und das bereits in der 29. Saison. Als zu Beginn des Schuljahres 1986/87 nach zweijähriger Probephase der Startschuss für das Programm gegeben wurde, konnte man sich sowohl seitens der Sportbünde als auch im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport  (MKJS) nicht sicher sein, ob man in den Vereinen und den Schulen das Interesse an einer Zusammenarbeit würde wecken können. Nach dem ersten Jahr gingen die Antragszahlen dann aber schnell nach oben und die Mittel mussten erhöht werden. Heute ist das Programm längst etabliert und fester Bestandteil der Sportförderung in Baden-Württemberg.

Freude am Sport wecken

Die Ziele des Kooperationsprogramms, die in den 80-er Jahren formuliert wurden, sind dabei nach wie vor aktuell. Mit den zusätzlichen Sportangeboten, bei denen es auch viel Neues zu entdecken gibt, soll bei den Kindern und Jugendlichen die Freude am Sport geweckt und möglichst auch erhalten werden. Und die Kontinuität des Programms ermöglicht es, dass der erste Spaß keine Eintagsfliege bleiben muss und die Kinder die Möglichkeit haben, dabei zu bleiben und ihre Fähigkeiten auszubauen. Im Hintergrund steht dabei der Gedanke, möglichst auf ein lebenslanges Sporttreiben hinzuwirken.

Die Anzahl der Anträge, die für das Schuljahr 2014/15 beim Badischen Sportbund eingegangen sind, ist nahezu identisch mit der vom vergangenen Jahr. Insgesamt sind es 1.355 Kooperationsmaßnahmen, die im Bereich des BSB durchgeführt werden. Zwar können nicht alle einen Zuschuss erhalten – dazu reichen die Mittel nicht aus – es dürfen sich aber mehr als 88% aller Antragsteller über 360 bzw. 460 Euro (bei Kooperation mit Sonderschulen) freuen. In konkreten Zahlen heißt das: Für 1.192 der 1.355 beantragten Maßnahmen gibt es einen Zuschuss, die anderen 163 Kooperationen können keine finanzielle Unterstützung erhalten, werden in der Regel aber trotzdem durchgeführt, so dass sie versicherungstechnisch abgedeckt sind.

Über ein Drittel mit Ganztagsschulen

Ein beträchtlicher Teil der Kooperationen, etwa 37%, finden inzwischen mit Ganztagesschulen statt. Diese Maßnahmen sind zu einem festen Bestandteil des Programms geworden, werden von Jahr zu Jahr zahlreicher und haben bei der Bezuschussung Vorrang – wie übrigens auch alle Maßnahmen mit Sonderschulen. Für die Vereine hat die Arbeit in Ganztagesschulen einerseits den Vorteil, dass sie an den Schülern, die nachmittags nun in der Schule sind, „dranbleiben“ können, andererseits verlangt diese Betreuung erhöhten zeitlichen und organisatorischen Aufwand, der nicht so ohne weiteres von jedem Verein zu leisten ist. Um die Vereine hier zu unterstützen, wurde im Frühjahr nun endlich die vom Sport schon länger geforderte Rahmenvereinbarung mit dem MKJS geschlossen, die auch neue Möglichkeiten für die Finanzierung enthält.

Von Aikido bis Zirkussport

Einer der größten Trümpfe des Programms ist sicherlich seine Vielseitigkeit, die sich in etwa 40 verschiedenen Sportarten widerspiegelt. Das Angebot reicht von Aikido, Fechten und Handball über Ju-Jutsu, Leichtathletik und Reiten bis hin zu Schwimmen, Tanzen, Tauchen und Volleyball. Auf dieser breiten Palette haben sowohl der Breitensport als auch der Wettkampfsport ihren Platz, ebenso die gezielte Talentförderung sowie die motorische Förderung für die ganz Kleinen, denn seit etlichen Jahren sind auch Dreier-Kooperationen Schule-Kindergarten-Verein möglich. 58 Maßnahmen sind es in diesem Jahr, bei denen Verein, Kindergarten und Schule zusammenarbeiten.

Im Ranking der Sportarten liegen in diesem Jahr der Badische Turner- und der Badische Fußballverband gemeinsam vorne. Danach folgen in der Reihenfolge unverändert Handball, Tennis und Basketball. Schach ist um zwei Plätze vorgerückt und liegt vor Leichtathletik und Tischtennis auf Platz 6. Die meisten der Kooperationen finden naturgemäß in den Schulsportarten statt, es gibt aber auch eine ganze Reihe von ausgefallenen Angeboten wie z.B. Fechten, Klettern, Reiten oder Ringen, die man sonst im Schulsport niemals finden würde.

Quelle: http://www.badischer-sportbund.de