arag sid

September 2020

Landessportbünde

Der Hamburger Sportbund (HSB) hat in einer Pressekonferenz im Haus des Sports sein politisches Programm für die Legislaturperiode des neuen Präsidiums bis 2018 vorgestellt. HSB-Präsident Dr. Jürgen Mantell forderte beispielsweise von der Bundesregierung eine schnelle Lösung des Themas Sport und Lärm sowie eine ausreichende Finanzierung des Leistungssports vor dem Hintergrund einer Bewerbung um Olympische und Paralympischen Spiele.

In drei Kapiteln erläutert der HSB seine Ziele in Bereichen wie Teilhabe und Chancengerechtigkeit, Sporträume, Wertevermittlung durch Sport, Leistungssport oder Kinder- und Jugendsport. Mantell verwies bei der Vorstellung darauf, dass Sportvereine einen entscheidenden Beitrag zur Lebensqualität in den Stadtteilen leisten. Sie übernehmen immer mehr Aufgaben, die weit über das Sporttreiben hinausgehen. Das unterscheidet sie von anderen Sportanbietern, die nur individuelle Bedürfnisse befriedigen, so Mantell.

An zwei Beispielen erläuterte Mantell, warum auf den HSB in den kommenden Jahren viel Arbeit wartet. Als unmittelbare Voraussetzung zum Sporttreiben benötigt Hamburg gute Sportstätten.
„Das bedeutet aber auch, dass der Sport bei der Stadtentwicklung mit bedacht werden muss. Wenn ein neues Stadtviertel, wie zum Beispiel die Neue Mitte Altona, gebaut wird, denken alle an Schulen, Kitas oder Einkaufsmöglichkeiten. Der Sport fehlt dabei in den meisten Köpfen. Dabei brauchen wir eine wohnortnahe Versorgung mit Sportmöglichkeiten, besonders für Kinder“, so Mantell.

Diese Sportstätten müssen aber auch nutzbar sein. Das bedeutet, sie müssen dann offen sein, wenn die Vereine und Verbände es brauchen. Sie müssen entgeltfrei sein, da der Vereinssport Nutzungsgebühren nicht bezahlen könnte. Und sie dürfen keiner Nutzungseinschränkung unterliegen.

„Immer wieder wird der Sport durch Vorschriften behindert, die nicht für ihn gemacht sind. Das Thema Lärmschutz ist wichtig, aber Sportgeräusche sind nicht mit Industrielärm gleichzusetzen. Die kluge Hamburger Bundesratsinitiative hat einen Lösungsweg geliefert. Der Ball liegt nun auf der Seite der Bundesregierung. Das Thema steht im Koalitionsvertrag und muss in dieser Legislaturperiode gelöst werden. Wir fordern das Bundesumweltministerium auf, schnell im Sinne des Sports zu handeln“, sagte Mantell.

Das zweite Beispiel betraf den Leistungssport in Hamburg. Mantell erklärte, dass der HSB eine mögliche Hamburger Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele umfassend unterstützt. „Wenn wir die Spiele nach Hamburg holen wollen, dann müssen wir aber auch darüber nachdenken, welche Art des Leistungssports wir haben wollen. Wollen wir erfolgreich sein, oder nur Mittelmaß. Aktuell ist der Leistungssport in Hamburg klar unterfinanziert“, so Mantell.
In Hamburg will der HSB es mit seinen Partnern schaffen, die Athletinnen und Athleten von der Grundschule bis zum Olympiasieg optimal zu begleiten.

Der HSB betrachtet die Dekadenstrategie Sport als zentralen Bestandteil Hamburger Sportpolitik. „Sie ist ein wichtiges Leitmotiv für die Sportentwicklung und hilft, die dafür nötigen Rahmenbedingungen in Hamburg zu verbessern“, so Mantell. Der Erfolg und die Umsetzung der Dekadenstrategie sei aber mit der Finanzierung von Projekten eng verbunden.

Die HSB-Ziele 2014-2018 finden Interessierte hier zum Download.

 

Quelle: www.hamburger-sportbund.de