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September 2020

Landessportbünde

Am 3. November ging die neue „Landesschau“ im SWR Fernsehen erstmals auf Sendung. Das überarbeitete Format beinhaltet unter anderem eine Verdoppelung der Sendezeit, doch der Sport jenseits von Fußball kommt auch hier zu kurz. Mit einem Brief hat sich Klaus Tappeser Ende November an die Landessenderdirektion des SWR, Stefanie Schneider, gewandt, um für mehr Sportvielfalt in der „Landesschau“ zu werben.

„Zunächst einmal möchte ich Ihnen und Ihrem Team zum neuen Auftritt der ‚Landesschau‘ gratulieren. Sie kommt nun wesentlich moderner und frischer rüber. Leider muss ich Ihnen jedoch auch ein wenig Wasser in den Wein gießen. Obwohl der Sport im täglichen Leben und in der Gesellschaft einen großen Raum einnimmt, fehlt mir im neuen Konzept ein fester Platz für den Sport. Dabei denke ich nicht unbedingt an Berichte über die drei Fußball-Bundesligisten SC Freiburg, 1899 Hoffenheim oder VfB Stuttgart. In der Verdoppelung der Sendezeit liegt doch auch die Chance, sich ein wenig um andere Sportarten wie Basket-, Hand- oder Volleyball sowie Themen aus dem Freizeit- und Gesundheitssport zu kümmern. Mehr über Hintergründe zu berichten, ist schließlich der Ansatz für das ‚Mehr‘ an Sendezeit der ‚Landesschau‘. Dass dieser Ansatz durchaus erfolgreich sein kann, beweist der Bayerische Rundfunk.

Ein anderer Ansatz wäre eine Ausgliederung und eine kurze, tägliche Sportsendung. Auch hierfür gibt es gute und erfolgreiche Modelle beim Mitteldeutschen Rundfunk sowie Radio Bremen. Dort ist der ‚Sportblitz‘ die erfolgreichste Sendung im Vorabendprogramm. Und wird nicht demnächst der Sendeplatz ‚Wirtschaftsinformationen von der Stuttgarter Börse‘ frei? Diesen könnte man mit Sport belegen. Zusätzlicher Vorteil: Diese Sendung könnte über Sponsoren finanziert werden, was bei ‚Sport im Dritten‘ ja leider nicht mehr der Fall ist.

Ich würde mich freuen, wenn Sie sich meinen Argumenten anschließen könnten und eine kleine Korrektur entweder im Konzept der ‚Landesschau‘ vornehmen oder den Sport täglich an anderer Stelle im Programm berücksichtigen würden.“

Quelle: www.wlsb.de