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September 2020

Landessportbünde

Fast aus allen Nähten platzte der Wappensaal des Landtags Mitte Januar bei der Veranstaltung „Sport im Landtag“ anlässlich des „Deutsch-Französischen Tages 2015“, der diesesmal unter dem Motto „Breakdance“ stand. Die Teilnahme von Jugendlichen aus dem französischen Burgund, Rheinland-Pfalz, Oppeln und Mittelböhmen zeigte dabei einmal mehr, dass der Sport einen wichtigen Beitrag zur europäischen Einigung leistet.

Wer die zahlreichen Besucher, von denen viele nur noch einen Stehplatz ergattern konnten, mit seinen Darbietungen am meisten vom Hocker riss, ist schwer zu sagen. Aber darum ging es auch gar nicht. Im Mittelpunkt stand das Mitmachen. „Die Völkerverständigung auf der besten Basis – auf der Basis der Jugend“, wie es Moderator Christoph Emmerich treffend formulierte.

Die Stimmung im relativ kleinen Saal war prächtig und auch Roger Lewentz, rheinland-pfälzischer Minister des Innern, für Sport und Infrastruktur ließ es sich nicht nehmen, die coolen Vorführungen der Jugend aus der ersten Reihe zu verfolgen. Lewentz („Lange reden gilt heute nicht“) war direkt aus einer Kabinettsitzung in den Wappensaal geeilt und dermaßen begeistert, dass er sogar persönlich Filmaufnahmen machte. Präsidentin Karin Augustin vom Landessportbund schwärmte in hohen Tönen von den „hochkarätigen Vorführungen“, die in einer schnell einstudierten, gemeinsamen Choreografie mündeten und vom Publikum mit rauschendem, teils rhythmischen Beifall bedacht wurden. Mehr als einmal zollten sie den jungen Sportlern mit spontanen „Oho-Rufen“ ihre Anerkennung. Großartig war zu beobachten, wie die Protagonisten aus den vier Ländern sich gegenseitig mit Verve anfeuerten.

Coole Moves: Bei der neunten Auflage von „Sport im Landtag“ hatte der Hip-Hop Hochkonjunktur

Die Breakdancer aus dem Vierernetzwerk ließen sich auch nicht lumpen. Mit von der Partie waren die Gruppen „Force2rue“ aus Dijon/Frankreich, „Hiphop Kultur Akademie“ aus Oppeln/Polen, „KL BBoys“ aus Mittelböhmen/Tschechien sowie „Own Risk“ aus Bad Kreuznach. Sie gaben Vollgas, packten alles aus, was sie im Repertoire hatten, und ließen sich bereitwillig zu Höchstleistungen animieren. Salti vorwärts, Salti rückwärts und coole Moves und Figuren folgten Schlag auf Schlag. Den Vogel schoss dabei ein Breakdancer aus Dijon ab, der mit einem einarmigen Handstand brillierte und dabei mit den Beinen munter in der Luft wackelte. Großes Hip-Hop-Kino also im altehrwürdigen Wappensaal.

„Sport im Landtag – das soll ein großes Zeichen der Völkerverständigung sein“, betonte Präsidentin Karin Augustin vom LSB, der die neunte Auflage des Events in bewährter Manier gemeinsam mit dem Haus Burgund in Zusammenarbeit mit dem Landtag, der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, der Amicale Bourguignonne des Sports und dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) organisiert hatte.

Gerade vor dem Hintergrund der dramatischen Ereignisse mit den Terroranschlägen in Paris und Belgien Anfang des Jahres könne der Sport „ganz besonders demonstrieren, welche Möglichkeiten er hat, die Landesgrenzen zu überwinden und wie selbstverständlich die Menschen zusammenzubringen“, so Augustin. Mit Veranstaltungen wie diesen könne man „ein großes Zeichen nach außen setzen“. Und auch Landtagspräsident und Schirmherr Joachim Mertes sowie die französische Generalkonsulin Sophie Laszlo ging so richtig das Herz auf, „dass junge Leute zusammenkommen und miteinander Spaß haben“.

Quelle: www.lsb-rlp.de