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Oktober 2020

Landessportbünde

Ihr Engagement für den Sport – und dabei vor allem für Frauen – ist seit Jahren vorbildlich. Daneben engagiert sich die 55 Jahre alte Verwaltungsangestellte aus dem Hunsrück durch Aus- und Weiterbildung im Gesundheitssport, als Seniorenberaterin, in Vereinsvorständen sowie im Sportkreis Rhein-Hunsrück, dessen stellvertretende Vorsitzende sie ist. Dass Dagmar Johnen vom TuS Sohren Ende Februar in Lautzenhausen mit dem renommierten Gertalis Schohs Preis des Landessportbundes Rheinland-Pfalz (LSB) ausgezeichnet wurde, kommt deshalb nicht von ungefähr.

Die Ehrung nahmen Claudia Altwasser, LSB-Vizepräsidentin Gesellschaftspolitik, und Walter Desch, LSB-Vizepräsident Kommunikation, persönlich vor. Mit Dagmar Johnen freute sich Prominenz aus Sport und Politik. In die Schar der Gratulanten reihten sich auch Mitglieder ihrer Gymnastik- und Herzgymnastikgruppen sowie nicht zuletzt Familienangehörige der ausgezeichneten Funktionärin ein.

„Diese Veranstaltung ist auch für mich etwas ganz Besonderes“, betonte Desch. „Ich bin dankbar, dass die Jury so entschieden hat.“ Altwasser sprach von Johnen als einer „großartigen Frau“, die sich auch für benachteiligte Kinder einsetze, indem sie Sportferiencamps leite. „Und das trotz einiger Widerstände“, so Altwasser. „Aber wer Dagmar Johnen kennt, der weiß, dass sie eine Kämpferin ist.“ Ein Markenzeichen der dreifachen Mutter sei, dass sie stets mit Leidenschaft bei der Sache ist, „wenn es darum geht, Sport und Bewegung mit Herzblut umzusetzen und zu vermitteln“. Mit Verve ist „Powerfrau“ Johnen seit jeher als Mentorin und Wegbereiterin für das weibliche Geschlecht aktiv. „Ihr besonderes Steckenpferd waren immer die Frauen“, weiß Altwasser. „Sie hat viele Frauen zum Sport gebracht und ihnen in unangenehmen gesundheitlichen Situationen zur Seite gestanden.“ Als die Bewerbung der gebürtigen Andernacherin einging, sei es der Jury unter der Vielzahl der Bewerbungen „nicht schwer gefallen, diejenige auszuwählen, die alle Kriterien erfüllt“.

Die Preisträgerin selbst sprach von einem „wunderbaren Preis“. Prof. Gertalis Schohs sei ihr persönlich bekannt. „Sie ist die Macherin, die mit ihrer Art ihrem Gegenüber ganz viel Wertschätzung zukommen lässt“, schwärmte Johnen über die Professorin. „Sie hat so eine wunderbare Art, die Belange ihrer Mitmenschen ernst zu nehmen und das herauszufiltern, was zu tun ist – und sie lässt niemanden hintenan stehen.“ Johnen betonte, sie nehme den Preis „gar nicht so für mich an, sondern stellvertretend für viele Frauen im Sport“.

Der „Preis für ehrenamtliches Engagement von Frauen im Sport“ wird durch das Präsidium des Landessportbundes seit 2006 verliehen und heißt seit 2009 „Gertalis-Schohs-Preis“. Er soll das Engagement von Frauen im Ehrenamt öffentlichkeitswirksam machen und weitere Frauen motivieren, sich in Vorstände wählen zu lassen. Dagmar Johnen ist die neunte Trägerin, die mit dem mit 500 Euro dotierten Preis ausgezeichnet worden ist.

Das Foto von der Preisverleihung zeigt v.l.: Reinhard Klaue (Kreisbeigeordneter Rhein-Hunsrück-Kreis), Edwin Scheid (Sportkreisvorsitzender Cochem-Zell), Claudia Altwasser (LSB-Vizepräsidentin Gesellschaftspolitik), Walter Desch (LSB-Vizepräsident Kommunikation), Preisträgerin Dagmar Johnen, Nicolas Schulz (Lebensgefährte von Dagmar Johnens Tochter), Susanne Johnen (Tochter), Bernd Pohl (Sportkreisvorsitzender Birkenfeld) und Rudolf Johnen (Ehemann).

Quelle: www.lsb-rlp.de