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September 2020

Landessportbünde

Die Bestandserhebung 2015 ist ausgewertet und der Blick auf das umfangreiche Zahlenwerk ist für den Badischen Sportbund Nord (BSB) insgesamt zufriedenstellend. Im Gegensatz zu 2014 und auch zu einigen Jahren davor ist die Mitgliederzahl nicht gesunken, sondern leicht gestiegen. Die Zahlen sind zudem ein deutliches Abbild der demografischen Entwicklung: Es gibt Jahr für Jahr weniger Nachwuchs und die Älteren werden immer mehr.

Insgesamt konstante Mitgliederzahlen – Große Vereine legen erneut deutlich zu

Blickt man auf die Gesamtentwicklung der Mitgliederzahlen im BSB, so ist ein kleiner Zuwachs von 831 Mitgliedern (+0,11 %) zu verzeichnen. Die Gesamtmitgliederzahl beträgt jetzt 859.839, verteilt auf 2.466 Vereine. Den deutlichsten Zuwachs gab es wie seit einigen Jahren bei den Älteren, und zwar in drei verschiedenen Altersklassen zwischen 46 und 89 Jahren. Mit etwa 6.500 zusätzlichen Mitgliedern ist das ein beeindruckendes Plus.

Nicht so erfreulich sieht es allerdings bei den Kindern und Jugendlichen aus. Gab es in den vergangenen Jahren in manchen Altersklassen noch geringe Zuwächse, sind in diesem Jahr von 0-26 Jahren durchgehend Mitgliederrückgänge zu verzeichnen – wenn auch in den meisten Altersgruppen nicht allzu stark. Ein erfreulicher „Ausreißer“ sind dagegen die 27-35-Jährigen, die im Gegensatz zum Vorjahr um 1.500 Mitglieder gewachsen sind. Gleichbleibend rückläufig dagegen ist die Zahl zwischen 36 und 45 Jahren. In dieser Lebensphase spielen andere Dinge wie berufliche Ausrichtung und Familiengründung eine wichtige Rolle. Hier gab es über 4.000 Mitglieder weniger.

Drei Viertel aller Mitglieder in großen Vereinen

Interessant ist das Verhältnis von Mitgliedern und Vereinszahlen. Hier dominieren die größeren Vereine eindeutig, denn rund ein Drittel aller BSB-Vereine vereinen auf sich fast drei Viertel der Gesamtmitgliederzahl. Dem gegenüber stehen 70 Prozent der Vereine mit unter 300 Mitgliedern, die zusammen ca. ein Viertel der knapp 760.000 Mitglieder ausmachen. Dies sind in der Mehrzahl Einspartenvereine, die sich auf eine Sportart spezialisiert haben.

Und die großen Vereine wachsen immer weiter. Bei den ersten 25 liegen die Zuwächse vielfach im dreistelligen Bereich, bei nur sechs von ihnen gab es einen geringfügigen Rückgang. Zusammen legen diese 25 Vereine knapp 3,5 Prozent zu. Größter Verein ist weiter der AC Weinheim mit 8.220 Mitgliedern.

Fast 3.000 Mitglieder mehr beim Behinderten- und Reha-Sport

Wie bei den verschiedenen Altersklassen gibt es auch bei den Fachverbänden „Gewinner“ und „Verlierer“. Von den 50 Fachverbänden konnten 22 zulegen, 28 Verbände haben Rückgänge zu verzeichnen. Einen Rekordzuwachs gab es beim Badischen Behinderten- und Reha-Sportverband mit einem Plus von 2.981 Mitgliedern (18,84%). Es folgen der Bergsport- und Kletterverband im Deutschen Alpenverein (+1.392) und der Badische Fußballverband mit 1.251 neuen Mitgliedern. Jeweils dreistellige Zuwächse haben die Turner, die Boxer sowie die Gewichtheber zu verzeichnen. Nicht so erfreulich dagegen ist das Ergebnis im Handball, Volleyball und bei den Leichtathleten, die alle drei etwas über 1.600 Mitglieder ziehen lassen mussten.

Die Rangfolge der größten Fachverbände ist im Großen und Ganzen die gleiche geblieben. An der Spitze liegt weiterhin der Badische Turnerbund mit 212.777 Mitgliedern gefolgt vom Badischen Fußballverband (192.797) und dem Badischen Tennisverband mit 55.201 Mitgliedern. Es folgen Handball (37.660) und Sportschießen (30.952), das mit Leichtathletik (28.748) die Plätze getauscht hat.

Das vollständige Zahlenmaterial der Bestandserhebung steht auf unserer Homepage (www.badischer-sportbund.de) zum Download bereit.

Quelle: www.badischer-sportbund.de