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September 2020

Landessportbünde

Die Wirtschaft soll sich zukünftig noch stärker an der Förderung des sächsischen Spitzensports beteiligen. Dazu hat Sachsens Innenminister Markus Ulbig in seiner Rede am 3. Juli bei der Mitgliederversammlung des Landesverbandes des Sächsischen Groß- und Außenhandels/Dienstleistungen e.V. in Dresden aufgerufen.

„Sportliche Höchstleistungen erfordern auch finanzielle Höchstleistungen. Deshalb muss bei der Förderung des Spitzensports und des Nachwuchsleistungssports die Wirtschaft noch stärker ins Boot geholt werden. Sportförderung ist auch Wertschätzung der enormen Trainings- und Wettkampfleistungen unserer Sportler“, sagte der auch für den Sport zuständige Minister. Die Unterstützung der Wirtschaft beschränke sich häufig auf das Sponsoring von medial attraktiven Sportarten. Dabei gebe es aber beispielsweise über die Stiftung Sporthilfe Sachsen noch weitere Ansatzpunkte. So könnten kleine und große Unternehmen über Spenden oder Zustiftungen Individualsportarten oder deren Einzelsportler auf dem Weg zu Olympischen Spielen intensiv unterstützen.

Darüber hinaus stünden die sächsischen Unternehmen bei den technischen Berufen im Wettbewerb um gut ausgebildete Facharbeiter und Ingenieure. Gleichzeitig würden viele Spitzensportler technische Fächer studieren. „Wäre es da nicht für sächsische Unternehmen interessant, einen Sportler schon während seines Studiums finanziell zu unterstützen? Der Sportler würde sich im Gegenzug verpflichten, nach seinem Studium für seinen Firmensponsor zu arbeiten. Ich möchte, dass wir im Bereich der Wirtschaft über solche Modelle nachdenken.“

Leistungssportler verdienten finanzielle und ideelle Anerkennung und zwar unabhängig davon, ob sie Profi in einer medialen Kernsportart oder medial oft vernachlässigten Randsportart seien. Sie seien schließlich immer wichtige Repräsentanten und Imageträger unseres Landes sowie Vorbilder insbesondere für Jugendliche, so Ulbig abschließend.

Quelle: www.sport-fuer-sachsen.de