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September 2020

Landessportbünde

Der massive öffentliche Protest der Bremer Wassersportlerinnen und Wassersportler, der wassersporttreibenden Verbände und des Landessportbundes (LSB) Bremen hatte Erfolg: Sportsenatorin Anja Stahmann will sich im Senat für die Reparatur des Unibades einsetzen, auch wenn das den Rahmen der ohnehin vorgesehenen Instandhaltungsarbeiten überschreite. Das erklärte die Sportsenatorin Mitte September 2015 während einer Kundgebung der Wassersportlerinnen und Wassersportler vor der LSB-Zentrale, an der sich mehrere hundert Menschen beteiligt hatten, sowie anlässlich ihres anschließenden Sachstandsberichts in der Deputation für Sport.

Die Gesamtkosten für die Instandhaltung des Bades und den unvorhergesehenen Ersatz der Lüftung werden auf rund 900.000 Euro geschätzt. „Ich werde dem Senat jetzt eine solide Kostenrechnung vorlegen, damit das Bad seinen Betrieb so bald wie möglich wieder aufnehmen kann“, sagte sie. Eine Entscheidungsgrundlage wolle sie dem Senat spätestens im Oktober vorlegen. Das Unibad ist Eigentum der Universität Bremen und wird von der Bremer Bäder GmbH betrieben.

An den Lüftungsanlagen des Uni-Bades war im Rahmen von Instandhaltungsarbeiten eine so erhebliche Belastung mit Mineralfasern und Schimmelpilzen sowie -sporen gefunden worden, dass die geplante Wiedereröffnung nach der Sommerpause ausgesetzt werden musste. Die Kosten für die notwendigen Maßnahmen werden auf rund 500.000 Euro geschätzt – zusätzlich zu den ohnehin vorgesehenen Instandhaltungskosten in Höhe von 440.000 Euro.

Die zwischenzeitlich erfolgte Verlegung des Schul- und Vereinssports ist mit erheblichen Einschränkungen für alle Beteiligten verbunden. Trotz erweiterter Öffnungszeiten in den verbleibenden Bädern kommt es zudem zu Verdrängungseffekten mit eingeschränkten Öffnungszeiten für die Öffentlichkeit. „Das alles sind Belastungen, die ich nur für einen vorübergehenden Zeitraum hinnehme, aber nicht auf Dauer“, sagte die Senatorin. Der Schwimmsport sei auf ausreichende Wasserflächen angewiesen, dafür setze sie sich im Senat ein.

Zuvor hatten schon am 7. September die Wassersportlerinnen und Wassersportler lautstark im und vor dem Hansewasser Hallenbad am Weserstadion protestiert. LSB-Präsident Andreas Vroom erklärte angesichts der jetzt erfolgten Zusage von Senatorin Stahmann, der Bremer Sport stehe weiter solidarisch an der Seite der Wassersportlerinnen und Wassersportler. Vroom begrüßte die benötigte Instandsetzung und Wiedereröffnung des Unibades bis zur Realisierung des Bäderkonzeptes. Der organisierte Sport sei nicht der Verursacher des Problems und habe sich in der Vergangenheit trotz schmerzhafter Kompromisse als dialogorientierter und zuverlässiger Partner ausgezeichnet.

Eine Petition an die Bremische Bürgerschaft zum Thema Unibad kann eingesehen und unterstützt werden unter www.petition.bremische-buergerschaft.de/unibad

Quelle: www.lsb-bremen.de