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September 2020

Landessportbünde

SBR führt in der C-Ausbildung das „Blended Learning“ ein – Pilotprojekt startet im Sommer

„Blended Learning“ ist ein integriertes Lernkonzept, das die heute verfügbaren Möglichkeiten der Vernetzung über Internet oder Intranet in Verbindung mit ‚klassischen‘ Lernmethoden und -medien in einem sinnvollen Lernarrangement optimal nutzt. Es ermöglicht Lernen, Kommunizieren, Informieren und Wissensmanagement, losgelöst von Ort und Zeit in Kombination mit Erfahrungsaustausch, Rollenspiel und persönlichen Begegnungen im klassischen Präsenztraining.

Die Übungsleiterausbildung des Sportbundes Rheinland tritt im kommenden Jahr in eine neue Phase ein. Erstmals besteht im Sommer 2016 die Möglichkeit, die DOSB-C-Lizenz-Ausbildung in Form des „Blended Learning“ zu erlernen. Damit nimmt der Sportbund Rheinland unter den regionalen Sportbünden in Rheinland-Pfalz eine Vorreiterrolle ein. „Wir sind sehr gespannt, wie dieses Pilotprojekt an der Basis ankommt“, sagt SBR Vizepräsident Aus- und Fortbildung, Wolfgang Scheib. Die 10.000 Euro, die der SBR in das Projekt investiert, sind nach Ansicht von Scheib „gut angelegtes Geld. Ich bin mir sicher, dass diese Ausbildungsform immer mehr Anhänger finden wird.“

Die Besonderheit des Blended Learning-Angebotes ist, dass die Teilnehmer nur sieben bis acht Präsenztage – das entspricht 70 von 120 Lehreinheiten – absolvieren müssen und die restlichen Inhalte der Ausbildung online auf dem Bildungsportal des SBR durchführen. Online- und Präsenzphasen wechseln sich ab und sind inhaltlich miteinander verbunden. In den Präsenzphasen werden die vorangegangenen Onlinephasen nachbesprochen, verschiedene Praxisinhalte vermittelt und die folgende Onlinephase vorbereitet.

Die Onlinephasen werden eng von den Referenten und Mitarbeitern des Sportbundes betreut. Jeder Teilnehmer hat während der Onlinephasen stets einen Ansprechpartner und kann in seinem Lerntempo und unter freier Zeiteinteilung arbeiten. In den Onlinephasen müssen die Teilnehmer verschiedene Aufgaben bwältigen, diese können vom Bearbeiten eines Onlinevortrages über Videokommentare oder Blog-Einträge bis hin zur Darstellung von thematischen Zusammenhängen reichen.

Die Lernerfolgskontrolle besteht aus den abgelieferten Aufgaben während der Onlinephasen, kurzen Wissenstests in den Präsenzphasen und einer ausgearbeiteten und durchgeführten Lehrprobe.

Soweit das Konzept. Bis der Lehrgang im August 2016 startet, steht jedoch noch viel Detailarbeit an: Derzeit werden die Inhalte der Onlinephasen mit den Referenten erarbeitet. Parallel dazu werden diese mediendidaktisch ansprechend aufgearbeitet und gestaltet. „Wir wollen zum einen gute Inhalte präsentieren. Die Teilnehmer sollen aber nicht nur Wissen konsumieren, sondern sich aktiv in den gesamten Prozess einbringen“, sagt SBR-Abteilungsleiter Aus- und Fortbildung, Jens Mitzel. Dies geschehe zum Beispiel über Online-Diskussionen, Mindmaps oder selbst erstellte Videos.

Nach Aussage von Mitzel ist die Teilnehmerzahl des ersten „Blended Learning“-Lehrgangs begrenzt. „Wir wollen eine optimale Betreuung besonders in den Onlinephasen gewährleisten“, formuliert Mitzel einen weiteren Anspruch an das Pilotprojekt. Dabei sei es wichtig, dass die Teilnehmer eine Affinität zu moderner Technik mitbringen und über eine entsprechende Ausstattung (PC, Notebook, Tablet) verfügen.

Quelle: www.sportbund-rheinland.de