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September 2020

Sport-Informations-Dienst (SID)

München – Beim zweiten Red Bull Crashed Ice der Saison in München will der US-Amerikaner Cameron Naasz seine Führung in der Gesamtwertung der Ice Cross Downhill World Championship 2015/16 ausbauen. Am 8./9. Januar 2016 macht die schnellste Sportart auf Kufen erstmals seit 2011 wieder in der bayerischen Landeshauptstadt halt. Zum engsten Favoritenkreis zählen neben Naasz auch drei starke Kanadier. Darüber hinaus wollen die weiteren deutschen Starter wie Fabian Mels aus Köln und Martin Niefnecker aus Garmisch-Partenkirchen die Gunst des Heimvorteils nutzen, um wertvolle Punkte im World Ranking zu sammeln.

Am 8./9. Januar könnte Cameron Naasz beim zweiten Red Bull Crashed Ice der laufenden Saison bereits den Triplepack perfekt machen: Der US-Amerikaner gewann das letzte Rennen der Saison 2014/15 in Edmonton, Kanada, sowie den Saisonauftakt der Ice Cross Downhill World Championship 2015/16 vor wenigen Wochen in Quebec City, Kanada. Mit einem Sieg Anfang Januar könnte Naasz zum dritten Mal in Folge das Podest stürmen und seinen Vorsprung in der Gesamtwertung ausbauen. Erstmals seit 2011 kehren die schnellsten Ice Cross Downhiller der Welt nach München zurück. Red Bull Crashed Ice war sowohl 2010 als auch 2011 in der bayerischen Hauptstadt zu Gast.

„Was für ein Saisonauftakt“, freut sich Naasz, seit Jahren einer der besten Sportler im Ice Cross Downhill, bei dem vier Athleten bei Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h gleichzeitig einen mit Sprüngen, Wellen, Hindernissen und Steilkurven gespickten Eiskanal hinunterrasen. Der US-Amerikaner belegte 2014/15 Rang zwei in der Gesamtwertung hinter Scott Croxall. 2013 landete er auf Platz drei. „Für München bin ich wahnsinnig motiviert“, fügte Naasz hinzu. Der Mann aus Minnesota gewann 2013 in Lausanne, Schweiz, sein erstes Rennen und hat bisher vier Siege auf seinem Konto.

In Quebec City waren ihm aber gleich drei Kanadier dicht auf den Fersen: Dean Moriarity wurde Zweiter, Scott Croxall Dritter und Dylan Moriarity Vierter. Auch die Europäer können Naasz durchaus gefährlich werden. Drei ehemalige Weltmeister aus Europa werden in München an den Start gehen, darunter der Deutsche Martin Niefnecker. Der Lokalmatador aus Garmisch gewann 2010 die WM und belegte zum Saisonauftakt in Quebec City einen starken elften Rang. Vor Heimpublikum will das Kraftpaket auf dem einzigartigen 370 Meter langen Kurs um den Sieg fahren. Ein weiterer Deutscher mit guten Chancen auf eine Top-Platzierung ist Fabian Mels, der in Quebec Sechzehnter wurde. Auch der Österreicher Marco Dallago (Weltmeister 2014) und der Schweizer Derek Wedge (Weltmeister 2013) zählen in München zum Kreis der Favoriten.

Ice Cross Downhill ist eine Sportart mit hoher Geschwindigkeit, die sowohl körperliche Kraft als auch taktisches Geschick erfordert. Vier Athleten stürzen sich gleichzeitig einen mit Hindernissen durchzogenen Eiskanal hinunter, der zwischen Start und Ziel 45 Höhenmeter überwindet. Die zwei schnellsten Athleten qualifizieren sich für die nächste Runde. Mit dem Rennen im Januar 2016 geht Red Bull Crashed Ice bereits zum dritten Mal im Olympiapark über die Bühne. Die tolle Location und die vielen begeisterten Zuschauer machen München zu einem internationalen Hotspot für Ice Cross Downhill.

Im vergangenen Jahr zeigte Croxall starke Leistungen in Europa und gewann die beiden Rennen in Helsinki und Belfast. Allerdings musste er sich bereits zweimal in Folge vor Heimpublikum in Kanada dem US-Amerikaner Cameron Naasz geschlagen geben. Damit hat Naasz insgesamt mehr Siege (4) bei Red Bull Crashed Ice als Croxall (2). Nach der Heimpleite vor wenigen Wochen will der Kanadier mit einem Sieg seine Titelverteidigung wieder auf Kurs bringen.

Das Rennwochenende beginnt bereits am Freitagabend (8. Januar) um 18.00 Uhr mit dem Teamwettbewerb. Dabei gehen statt vier gleich sechs Athleten gleichzeitig an den Start. In Dreierteams wird auf dem engen Parcours um jeden Zentimeter Eis gefightet. In den 16 Mannschaften fahren viele Stars des Einzelwettbewerbs mit. Mit vereinten Kräften gewannen Naasz, Croxall und der Kanadier Adam Horst letztes Jahr den Titel im Teamwettbewerb und setzten sich auch beim Saisonauftakt 2015/16 in Quebec City durch.