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September 2020

Landessportbünde

Eine Frau und fünf Männer hat der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am 5. Dezember 2015 bei der 12. Mitgliederversammlung in Hannover mit der DOSB-Ehrennadel ausgezeichnet. Einer von ihnen ist BSB-Präsident Heinz Janalik, der lange Jahre in verschiedenen Gremien für den ehemaligen DSB und den DOSB tätig war. Die Ehrennadel verleiht der DOSB an Persönlichkeiten oder Organisationen aus dem organisierten Sport, die sich innerhalb oder außerhalb des DOSB besondere Verdienste um die Förderung und Entwicklung des Sports erworben haben. Sie wurde 2009 erstmals vergeben.

Die Laudatio wurde – und das freute Heinz Janalik, wie er später bemerkte ganz besonders – von DOSB-Präsident Alfons Hörmann persönlich gehalten. Hörmann begann mit einem Satz, mit dem Janalik vor sechs Jahren bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes charakterisiert wurde: „Ausdauer war schon immer einer seiner Hauptcharakterzüge.“ Daraus spreche Anerkennung für einen aktiven Sportler, so der DOSB-Präsident weiter. „Aber weil diese Beschreibung von Politikern stammt, können wir auch erkennen, dass hier zugleich ein zäher und verhandlungssicherer Partner auf Augenhöhe gelobt wird.“

Das hat Heinz Janalik immer ausgezeichnet. Von 1972 bis 2009 lehrte er Sportpädagogik und Sportdidaktik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Seine Themen haben ihn auch in seinen zahlreichen Ehrenämtern im Sport begleitet: Schulsport, Sportentwicklung, Unterrichtsforschung und natürlich seine Sportarten, von Fußball bis Judo. Dabei geht es ihm vor allem um das Wohl der Kinder, die von frühester Jugend an Bewegung brauchen. Denn, so hat er einmal den ernsten Hintergrund mit einem Scherz beschrieben: „Die Kinder werden weniger, bei gleich bleibender Masse.“

Brückenbauer und Netzwerker

Heinz Janalik war Mitglied im Bundesvorstand Breitensport des Deutschen Sportbundes und gehörte nach Gründung des DOSB bis 2014 dem Präsidialausschuss Sportentwicklung an. Er war Präsident der Trägergesellschaft des Olympiastützpunktes Rhein-Neckar und ist seit 15 Jahren Präsident des Badischen Sportbundes Nord.

In diese Ämter hat er auch seine Fähigkeiten als Brückenbauer und Netzwerker eingebracht. All das hat ihm auch dort Respekt verschafft, wo die Mittel für den Sport vor allem verteilt werden. Ausdauer, das hat schon Wilhelm Busch gewusst, „Ausdauer wird früher oder später belohnt – meistens aber später“.

Quelle: www.badischer-sportbund.de