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September 2020

Landessportbünde

Die Bestandserhebung 2016 ist ausgewertet und ein Blick auf das umfangreiche Zahlenwerk ergibt auch in diesem Jahr wieder ein durchaus erfreuliches Bild, denn zum zweiten Mal hintereinander kann der Badische Sportbund einen Mitgliederzuwachs verzeichnen. Blickt man auf die Verteilung nach Altersgruppen, so zeigt sich, dass sich die demographische Entwicklung auch im Sport niederschlägt – und das nicht erst seit diesem Jahr. Das bedeutet: Die Jüngeren werden immer weniger und die Älteren immer mehr. Dazwischen ergibt sich ein uneinheitliches Bild mit Zuwachs und Rückgang in den einzelnen Altersgruppen. Bei den Fachverbänden beschränken sich größere Zuwächse auf einige wenige Sportarten.

Im Vergleich zu 2015 hat die Gesamtmitgliederzahl um 0,23 Prozent zugenommen – bei einer Gesamtzahl von nun 761.573 (in 2.460 Vereinen) bedeutet dies konkret einen Zuwachs von 1.734 Vereinsmitgliedern. Die deutlichsten Zuwächse gibt es wie gehabt bei den Älteren und zwar in allen Altersgruppen von 46 bis 90 Jahren. Zusammen sind hier über 4.400 Mitglieder mehr zu verzeichnen.Positiv sind die Zahlen auch zwischen 19 und 26 sowie zwischen 27 und 35 Jahren. Im Gegensatz dazu gehen die Zahlen bei den Kindern und Jugendlichen zurück – und das jetzt schon seit mehreren Jahren. Knapp 3.000 junge Sportlerinnen und Sportler weniger als im Vorjahr fanden den Weg in den Sportverein. Nicht erfreulich, aber angesichts des Trends bei der Bevölkerungsentwicklung nicht wirklich überraschend.

Großvereine sorgen für Zuwachs

Die großen Vereine wachsen immer weiter ‒ ohne sie gäbe es im Badischen Sportbund einen Mitgliederrückgang. Über 3.100 Mitglieder mehr können die 25 größten Vereine im BSB – das sind Vereine mit über 2.000 Mitgliedern ‒ verzeichnen. Zusammen ist das ein Plus von über 3 Prozent. Auf den Plätzen 1 bis 10 legen bis auf eine Ausnahme alle kräftig zu, meistens mit mehr als 100 Mitgliedern. Größter Verein in Nordbaden ist weiterhin der Athletik Club Weinheim mit 8.106 Mitgliedern. Dahinter folgen der Karlsruher Sportclub, der SSC Karlsruhe, die TSG Hoffenheim, der DAV Karlsruhe und die TSG Weinheim.

Fachverbände: Turnen vor Fußball und Tennis

So wie es bei der Gesamtmitgliederzahl ein kleines Plus gibt, so schlägt sich das natürlich auch bei den Fachverbänden nieder. Hier sind 1.909 Mitglieder mehr zu verzeichnen, was einem Plus von 0,24% entspricht. Insgesamt konnten 30 Verbände zulegen, allerdings von den zehn größten nur drei. 21 Sportarten hatten Verluste zu verzeichnen. Interessant, dass diese zehn Verbände 75 Prozent aller BSB-Mitglieder auf sich vereinen.

Bergsport mit 1.300 Mitgliedern mehr

Am deutlichsten aufwärts ging es mit +1.309 beim Bergsport und Kletterverband im Deutschen Alpenverein. Es folgen der Badische Fußballverband mit +981 Mitgliedern vor dem Nordbadischen Volleyballverband (+726) und dem Boxverband Baden-Württemberg (+532 Mitglieder). Federn lassen mussten diesmal der Badische Turnerbund, der Badische Tennisverband, der Badische Kegler- und Bowlingverband, der Pferdesportverband Nordbaden und der Badische Schwimmverband.

Die Rangfolge der größten Fachverbände hat sich trotz Mitgliederzuwachs und -rückgängen gegenüber dem Vorjahr nicht verändert: An der Spitze liegt nach wie vor der Badische Turner-Bund mit 211.767 Mitgliedern vor dem Badischen Fußballverband (193.778) und dem Badischen Tennisverband (54.484). Es folgen wie gehabt Handball (37.518), Sportschießen (30.924), Leichtathletik (28.819), Reiten (21.750) sowie Tischtennis mit 21.242 Mitgliedern. Insgesamt haben die 51 Fachverbände im Badischen Sportbund Nord 800.883 Mitglieder.

Das vollständige Zahlenmaterial der Bestandserhebung steht auf unserer Homepage unter www.badischer-sportbund.de/mitgliederstatistik zum Download bereit.

Quelle: www.badischer-sportbund.de