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September 2020

Landessportbünde

Die Landesregierung plant, Leistungssportler mit einer Vorabquote sowie einer Bonusregelung bei der Studienplatzvergabe zu berücksichtigen. Das soll schon im Sommersemester 2017 gelten, teilte Wissenschaftsminister Konrad Wolf mit, nachdem Ministerpräsidentin Malu Dreyer dies bereits bei einem Empfang des Landessportbundes Rheinland-Pfalz (LSB) für die Olympiateilnehmer Anfang September in Worms verkündet hatte.

„Wir sind froh, dass die Landesregierung so schnell unseren Vorschlag aufgegriffen hat“, betonte LSB-Präsidentin Karin Augustin. „Ich freue mich für die kommenden Sportlergenerationen. Sie werden es so leichter haben, ein Studium mit dem Leistungssport miteinander zu vereinbaren.“

Wissenschaftsminister Wolf sagte, eine solche Quote komme den Spitzensportlern entgegen, „die viel Energie und Zeit für ihre sportlichen Ziele einsetzen und bei denen in dieser entscheidenden Phase der messbare schulische Erfolg zugunsten außerschulischer Erfolge leidet“. Betroffen hiervon seien etwa 30 junge Menschen pro Jahrgang, so eine Schätzung des Ministeriums.

Für Spitzensportler wird es in Rheinland-Pfalz für örtlich zulassungsbeschränkte Studiengänge wie Psychologie, Rechtswissenschaften oder Biologie eine Vorabquote geben. In den bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengängen Human- und Zahnmedizin sowie Pharmazie wird es eine Bonusregelung geben. Der Abiturdurchschnitt wird dabei rechnerisch um 0,3 Punkte verbessert. Im Bund will sich das Land dafür einsetzen, hier einheitlich vorzugehen und Vorabquoten einzuführen.

Quelle: www.lsb-rlp.de