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September 2020

Landessportbünde

Mit Bedacht hatte er den Ort seiner ersten Pressekonferenz als Präsident des Badischen Sportbundes gewählt: Im Olympiastützpunkt der Metropolregion Rhein-Neckar in Heidelberg zog Martin Lenz Ende September Bilanz über die ersten Tage als BSB-Präsident. Genau 111 Tage nach seiner Wahl fiel diese durchweg positiv aus: „Ich danke meinem Vorgänger Heinz Janalik für das wirklich geordnete Feld, das er mir hinterlassen hat! Es ist mir eine Ehre, an der Spitze des organisierten Sports in Nordbaden zu stehen. Die ersten 100 Tage haben schon unglaublich viel Spaß gemacht und ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit meinen kompetenten und engagierten Kollegen im BSB-Präsidium.“

Auch für die Sportkreise und Fachverbände fand er ausschließlich lobende Worte. Martin Lenz möchte nach der Devise „so wenig zentral wie nötig und so viel dezentral wie möglich“ handeln und hat in Windeseile alle neun Sportkreise besucht, um die Besonderheiten der Organisation vor Ort kennenzulernen „Jeder Sportkreis hat sein eigenes Profil und Alleinstellungsmerkmal und eine enorme politische Kraft“.

Strategie-Tag am 12. November

Die will er auch nutzen, um zukünftig noch intensiver mit den Sportkreisen und Fachverbänden zusammenzuarbeiten: Denn die Grundlage für die Arbeit in seiner insgesamt dreijährigen Amtszeit wird gemeinsam beim Strategie-Tag am 12. November in Karlsruhe geschaffen. Zusammen sollen gemeinsame Ziele gesteckt und danach das Arbeitsprogramm für die kommenden Jahre festgelegt werden. „Aus den Strategieberatungen wird bis zum Frühjahr 2017 ein Arbeitsplan für den BSB, der in den folgenden beiden Jahren der Legislaturperiode abzuarbeiten ist“, kündigte der Präsident an.

Sport mit Geflüchteten

Einige seiner Schwerpunktthemen hatte er jedoch schon vorab gesetzt, unter anderem das Thema „Sport und Soziales“. Das aktuelle Flüchtlingsthema wird auch vom BSB Nord in verschiedenen Projekten begleitet. Martin Lenz: „Im Sommer der Migration hat sich der Sport gesellschaftspolitisch in sehr erfrischender Weise gezeigt. Ich bin mir sicher, dass wir durch unsere Förderprojekte einiges beitragen können. Denn: Sport ist gelebte Integration!“.

Nachwuchsleistungssport

Ein weiteres Thema, dem sich der BSB-Präsident während seiner Amtszeit besonders widmen möchte, ist der Nachwuchsleistungssport. „Nach Rio ist vor Tokio! Die Grundlage für Spitzensport wird in unseren Vereinen gelegt und deshalb ist es unsere Aufgabe, deren Stimme bis ganz nach oben zu vertreten!“ Damit spielte Lenz auch auf die Pläne der Bundesregierung und des Deutschen Olympischen Sportbundes an, die am Tag zuvor die Spitzensportreform vorgestellt hatten. Martin Lenz, gleichzeitig auch Vize-Präsident des Landessportverbandes Baden-Württemberg: „Grundsätzlich begrüßen wir die Initiative des DOSB, die Struktur des Leistungssports zu überarbeiten. Für uns ist es jedoch unerlässlich, dass auch die Beteiligung der Länder und Kommunen Berücksichtigung findet. Denn sie leisten einen wesentlichen Anteil an der Finanzierung des Spitzensports, ohne die die Einrichtungen in Baden-Württemberg nicht existieren könnten. In den nächsten Wochen werden viele Gespräche stattfinden – eines steht jedoch fest: wir drei Sportbünde werden uns gemeinsam eindeutig positionieren!“

Den sportpraktischen Part überließ der BSB-Präsident dann aber doch seiner Vize-Präsidentin Jutta Hannig, die auf dem „elektrischen Stuhl“, einer computergestützten Testmaschine zur Ermittlung der Kraftwerte jedes einzelnen Muskels, eine gute Figur machte und einmal mehr die Sportlichkeit des BSB-Präsidiums unter Beweis stellte.

Quelle: www.badischer-sportbund.de