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September 2020

Sport-Informations-Dienst (SID)

Rabenstein, Südtirol – Eisklettern ist ja an und für sich schon eine recht spannende Angelegenheit. Wenn das Ganze auch noch im Rahmen eines Wettkampfs stattfindet, dann sind Adrenalin und Spannung garantiert. Kein Wunder also, dass sich Jahr für Jahr mehr als 2000 Zuschauer beim Weltcup der Eiskletterer in Rabenstein einfinden. Dann verzehnfacht sich über Nacht die „Bevölkerung“ der kleinen Südtiroler Ortschaft im Passeiertal, genau dort, wo sich die deutsche Fußball-Nationalmannschaft auf die erfolgreiche WM 2014 vorbereitet hat.

Geklettert wird auf einer imposanten, 15 Meter hohen und rund 30 Meter breiten Stahlkonstruktion, die von einer meterdicken Eisschicht umhüllt wird. Quergänge und Überhänge mit großer Neigung machen das ohnehin schon schwierige Unterfangen beinahe unmöglich. Aber eben nur beinahe, denn beim Weltcup sind nur die allerbesten Athleten aus der ganzen Welt dabei und die meistern die schwierigen Routen im Südtiroler Eis. 100 Eiskletterer und Eiskletterinnen aus 20 verschiedenen Nationen und von drei verschiedenen Kontinenten haben sich für das Spektakel vom 27. bis 29. Januar 2017 angemeldet, darunter die Lokalmatadorin und dreifache Weltmeisterin Angelika Rainer aus Meran. Die Tomilov-Brüder Maxim und Alexey aus Russland, der Koreaner Hee Yong Park und dessen Landsfrauen Han Na Rai Song und WoonSeon Shin – das gesamte Who-Is-Who der Eiskletterszene ist in Rabenstein dabei.

Wer sich also aufmachen möchte, dem eisigen Event (im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Temperaturen auf 1500 Metern Meereshöhe haben es Ende Januar in sich) beizuwohnen: rein ins Auto, über den Brenner bis nach Meran, von dort ins Passeiertal Richtung Timmelsjoch. Kurz vor dem Grenzpass geht’s rechts hinab nach Rabenstein – einmal unten im Tal angekommen sieht man den Eisturm dann schon von Weitem. Weitere Infos: www.eisklettern.it