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September 2020

Landessportbünde

Staatssekretär Randolf Stich und Karin Augustin, die Präsidentin des Landesssportbundes Rheinland-Pfalz, haben im Oktober in Mainz die Eheleute Gisela und Gerhard Liedy (Haßloch), Berthold Mertes (Dormagen), Johannes Mogg (Koblenz) und Hans Pracht (Mainz-Mombach) für ihr langjähriges und herausragendes Engagement mit dem Sport-Obelisken ausgezeichnet. Helma Manz (Rockenhausen) wurde in Abwesenheit geehrt.

Augustin würdigte das sportliche Lebenswerk der Protagonisten in hohen Tönen. „Sie können mit großem Stolz auf die Leistungen zurückblicken, die Sie erbracht haben“, sprach die LSB-Präsidentin die Geehrten persönlich an. „Es geht hier nicht nur um das, was Sie für die Vereine selbst getan haben, sondern Sie animieren auch andere Menschen, es Ihnen gleich zu tun. Solche Vorbildfunktionen sind notwendig, damit ehrenamtliche Tätigkeit nicht versiegt und zeigen, wie sehr es sich lohnt, sich im Sport einzubringen.“

Stich sprach von einer „hochwertigen Auszeichnung“, die jedes Jahr nur an fünf Personen verliehen werde. Dies sei ein Beleg dafür, „dass dieser Preis und die dahinter stehenden Leistungen einen hohen Wert haben“. Wer im Besitz des Sport-Obelisken sei, könne sich mit Fug und Recht zu einem exklusiven Personenkreis zählen. „Es ist uns gelungen, auch dieses Mal wieder sehr würdige Preisträger zu finden, die beharrlich und mit viel Herzblut bei der Sache sind.“

Zwar sind die Lebensläufe der Preisträger sehr unterschiedlich – doch eines haben sie gemeinsam: Geehrt wurden Menschen, die einen großen Teil ihres Lebens dem Sport gewidmet und so Beachtliches für die Gemeinschaft geleistet haben. So ist etwa Helma Manz im Basketball aktiv. Die 79-Jährige aus Rockenhausen engagiert sich seit 1978 als Abteilungsleitung im heutigen Basketballclub Fastbreakers Rockenhausen. In der Zeit von 1987 bis 2008 agierte sie zudem als Zweite Vorsitzende beim Basketballverband Pfalz. Manz wurde bereits mehrfach für ihren Einsatz ausgezeichnet, so vom Sportbund Pfalz oder Basketballverband Pfalz. Der Sport habe sie gelehrt, Krisen zu überwinden, neue Chancen zu ergreifen und Herausforderungen zu meistern, ließ die Nordpfälzerin mitteilen.

Die Eheleute Gisela und Gerhard Liedy, beide 71 Jahre alt, haben sich über vier Jahrzehnte als gemeinsames Trainerteam unter anderem in der TSG Haßloch engagiert. Gisela Liedy war als aktive Kunstturnerin mehrfache Hessenmeistern und belegte 1965 den siebten Platz bei der DM. Seit 2012 ist sie Vorsitzende der Kunstturnvereinigung Rheinhessen-Pfalz und war von 1984 an 20 Jahre lang als internationale Kampfrichterin aktiv. Für ihr Engagement wurde Gisela Liedy mit zahlreichen Ehrungen des LSB oder des Deutschen Turner-Bundes ausgezeichnet. 1996 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz. Seit seinem Eintritt in die TSG Haßloch 1951 wurde Gerhard Liedy mehrfach Pfalzmeister im Kunstturnen. 1964 nahm er am Olympischen Jugendlager in Tokio teil. Später trainierte er den Kader des Deutschen Turner-Bundes bei internationalen Kunstturn-Turnieren. Auch Gerhard Liedy wurde bereits mit zahlreichen Ehrungen gewürdigt, darunter die Verdienstmedaille das Landes Rheinland-Pfalz.

Der gebürtige Trierer Berthold Mertes wurde für seine Leistungen im Laufsport ausgezeichnet. 1995 absolvierte er den Hamburg-Marathon in beeindruckenden 2:22:14 Stunden. Drei Jahre später stellte der 13-fache Rheinland-Pfalz- und Rheinland-Meister in Berlin seine Bestleistung über die Zehn-Kilometer-Distanz (30:13 Minuten) auf. Sein Wissen gab er als Trainer an zahlreiche Langstreckenläufer von Germania Trier weiter. Auch bei der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) war er aktiv. Als Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender des Vereins Silvesterlauf Trier veranstaltet der 54 Jahre alte Dormagener seit 1990 den jährlichen Trierer Silvesterlauf.

Johannes Moggs Leidenschaft gilt dem Fechten. So ist der 60-Jährige bei der Coblenzer Turngesellschaft 1880 seit mehr als zehn Jahren als Abteilungsleiter Fechten aktiv und seit 2010 Präsident des Fechterbundes Mittelrhein. Aktuell beteiligt sich Mogg in enger Zusammenarbeit mit dem LSB an der Erarbeitung eines Konzepts für den Fechtsport. Mogg ist 2016 mit der Vereinsnadel in Gold ausgezeichnet worden.

Hans Pracht hat sich dem Kanusport verschrieben. In seiner aktiven Zeit als Kanu-Rennsportler (1959 bis 1966) errang er bei bundesweit ausgetragenen Regatten im Einer-, Zweier- und Viererkajak über 100 Siege. Seit 1973 ist der 75-Jährige Geschäftsführer und Finanzchef beim Kanu-Verband Rheinhessen. 1983 übernahm er die Funktion des Vorsitzenden des Kanu-Club Mombach 1981. Seit 2000 vertritt er die Interessen des Kanu-Verbandes Rheinhessen im Hauptausschuss des Sportbundes Rheinhessen. Prachts Engagement wurde unter anderem vom LSB, dem Deutschen Kanu-Verband oder vom Land Rheinland-Pfalz mit der Verdienstmedaille gewürdigt.

Seit 1996 werden mit dem Sport-Obelisken sowohl herausragende Leistungen von Sportlern mit Vorbildfunktion gewürdigt, als auch das Engagement von Menschen, die sich über viele Jahre ehrenamtlich in besonderem Maße für den Sport in Rheinland-Pfalz eingesetzt haben.

Quelle: www.lsb-rlp.de