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September 2020

Sport-Informations-Dienst (SID)

Berlin (SID) Klaus Steinbach, früherer Weltklasseschwimmer und Sportfunktionär, ist in Berlin mit der Goldenen Sportpyramide ausgezeichnet worden. Der Preis der Stiftung Deutsche Sporthilfe wird seit dem Jahr 2000 vergeben und gilt im deutschen Sport als wichtigster Preis für das Lebenswerk.

Der heute 64 Jahre alte Steinbach hatte als Schwimmer an den Olympischen Spielen 1972 in München und 1976 in Montreal teilgenommen und mit der Staffel eine Silber- sowie eine Bronzemedaille geholt. Zudem gewann Steinbach bei Weltmeisterschaften sechs Medaillen.

Nach seiner Karriere als Leistungssportler schloss Steinbach sein Medizinstudium ab und wechselte in die Sportpolitik. 2003 wurde er Präsident des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) und führte das NOK drei Jahre später in die Fusion mit dem Deutschen Sportbund (DSB) zum heutigen Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).

„Dieser Preis bedeutet für mich sehr viel und steht auf einer Stufe mit meinen olympischen Medaillen“, sagte Steinbach dem SID am Rande der Auszeichnung im Palais Populaire der Deutschen Bank in Berlin.

Der Deutschen Sporthilfe, in dessen Aufsichtsrat Steinbach sitzt, hat der frühere Schwimmer viel zu verdanken. „Sie ist eine Institution, die unsere Athleten finanziell, ideell und moralisch unterstützt und die Verbindung zur Wirtschaft herstellt, damit die duale Karriere gelingt“, sagte Steinbach.

„Klaus Steinbach hat dem Leistungssport ein menschliches Antlitz gegeben“, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in seiner Laudatio.

Steinbach ist bereits der 19. Preisträger der Goldenen Sportpyramide. Zu seinen Vorgängern gehören unter anderem der in diesem Jahr verstorbene Hans Günter Winkler (Springreiten), Rosi Mittermaier-Neureuther (Ski Alpin), Franz Beckenbauer (Fußball), Heiner Brand (Handball), Henry Maske (Boxen) und Bernhard Langer (Golf).

Zum neuen Sport-Stipendiaten des Jahres wurde Thomas Röhler gewählt. Der Speerwurf-Europameister und Student (Strategy, Management and Marketing) aus Jena setzte sich bei einer Online-Abstimmung durch. Die Deutsche Bank hat die finanzielle Unterstützung für eineinhalb Jahre auf 800 Euro pro Monat erhöht.

„Thomas Röhler ist erneut ein herausragendes Beispiel, wie studierende Spitzenathleten die hohe Doppelbelastung meistern können und dafür jede Förderung verdienen“, sagte Michael Ilgner, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Sporthilfe.