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Juni 2019

Landessportbünde

Die Bremer Turnvereinigung von 1877 kann schon mal die Koffer packen – im neuen Jahr geht es nach Berlin! Und schon heute steht fest: Am 22. Januar 2019 wird der Sternenhimmel über der Hauptstadt besonders hell erstrahlen. An diesem Tag wird Bundeskanzlerin Angela Merkel die wertvollste Auszeichnung im deutschen Vereinssport, den „Großen Stern des Sports“ in Gold, verleihen. Zusammen mit dem Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Alfons Hörmann, und der Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Marija Kolak, zeichnet sie soziales Engagement von Sportvereinen aus.

Mit dem „Oscar des Breitensports“ wird die wertvolle Arbeit der Vereine für unsere Gesellschaft gewürdigt. Ihr Engagement wirkt unter anderem bei Integration und Inklusion, bei Umweltschutz und der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen oder Senioren. Mit der Initiative „Bundesliga wir kommen… Wir schaffen das gemeinsam“ hat sich die Bremer Turnvereinigung von 1877 neben 16 anderen Vereinen für die Gala der bundesweiten Sieger im Gebäude der DZ BANK am Brandenburger Tor in der Mitte Berlins qualifiziert.

„Bundesliga wir kommen… Wir schaffen das gemeinsam“

Im Jahr 2017 gelang es der ersten Herrenmannschaft Baseball der Bremer Turnvereinigung von 1877 durch einen unerwarteten Erfolg bei den Play Offs, in die 1. Bundesliga aufzusteigen. Die Möglichkeit, als Bremer Verein in der 1. Baseball Bundesliga zu spielen zu können, stellte den Verein vor eine Reihe von Herausforderungen. Von der Schaffung von Zugangskontrollen im Stadion über den Aufbau eines Catering-Systems und den Kauf von Equipment bis hin zum qualifizierten Leistungsaufbau einer Mannschaft, die ausschließlich aus Amateuren besteht.

Durch großes ehrenamtliches Engagement der Vereinsmitglieder, Motivation und Unterstützung der Vereinsleitung und einen gut durchdachten Finanzplan konnten diese Herausforderungen gemeistert werden. Nur so gelang es, das Engagement „Bundesliga wir kommen… Wir schaffen das gemeinsam“ in die Tat umzusetzen.

„Was ein Verein durch das gemeinsame Wirken seiner Mitglieder schaffen kann, hat die Bremer Turnvereinigung in den vergangenen Jahren gezeigt. Dass die Baseballer wieder in der 1. Bundesliga spielen, konnte nur gelingen, weil ganz viele Menschen ehrenamtlich die Sportler unterstützt haben. Diese sportliche Gemeinschaft zeigt, wie wir alle zusammen, in unserer Gesellschaft, gemeinsam Dinge bewegen können. Dass dieses Engagement schon mit dem Silbernen Stern des Sports ausgezeichnet wurde, ist ein toller Erfolg. Vielleicht gelingt ja auch hier, wie es den Sportlern schon gelang, der Aufstieg: Zum Großen Stern in Gold“, sagt Ulf Brothuhn, Vorstandsvorsitzender der Bremischen Volksbank.

Letztlich haben sich die Anstrengungen gelohnt. Der Aufstieg in die 1. Baseball Bundesliga hat sich positiv auf die Bremer Turnvereinigung von 1877 ausgewirkt: Der Verein kann einen Mitgliederzuwachs verzeichnen und darüber hinaus wird die Randsportart Baseball rund um Bremen besser wahrgenommen.

„Wir freuen uns riesig über unseren errungenen Preis. Die Bauchschmerzen über die Machbarkeit des Aufstiegs in die 1. Bundesliga sind weg. Die Freude, das Engagement und der Wille, dieses Ziel gemeinsam zu erreichen, sind gute Motivationsfaktoren. Das Ziel ist erreicht und die Vision Verbleib in der 1. Bundesliga steht an. Wir machen gemeinsam weiter“, sagt Jürgen Frieling, Vorsitzender der Bremer Turnvereinigung von 1877.

Den Wettbewerb „Sterne des Sports“ gibt es seit 2004. Er ist eine gemeinsame Initiative des Deutschen Olympischen Sportbundes und der Volksbanken und Raiffeisenbanken. Der Bundessieger erhält am Ende als Auszeichnung für sein Engagement einen Scheck über 10.000 Euro. Auch die weiteren platzierten Vereine können sich über Preisgelder freuen: Insgesamt werden beim Bundesfinale 36.500 Euro ausgeschüttet. Durch zusätzliche Geldprämien auf Regional- und Landesebene erhielten die teilnehmenden Vereine in den zurückliegenden Jahren rund sechs Millionen Euro als Anerkennung und zur Förderung ihres gesellschaftlichen Engagements.

Quelle: www.lsb-bremen.de