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Juli 2019

Landessportbünde

Zufriedene Teilnehmer, zufriedene Gäste – zufriedene Stiftung. Besser hätte die Tagung „Sportwelten in NRW – mit Sicherheit verletzungsfrei“ am Nikolaustag 2018 kaum verlaufen können. Der Start in den Tag konnte sich schon sehen lassen: MdL Andreas Terhaag überbrachte die Botschaft, dass die Landesregierung im Haushaltsentwurf für 2019 die Förderung eines Modellprojekts zur Sportunfallprävention vorgesehen hat.

Sportwelten Verein, Schule, Kita und frei organisierter Sport

DieTagung diskutierte Unfallursachen und mögliche Präventionsansätze in den Sportwelten Verein, Schule, Kita sowie im frei organisierten Sport innerhalb kommunaler Strukturen. In einer prominent besetzten Podiumsdiskussion stellten die Diskutanten die Relevanz von Sportunfallprävention heraus. Welche volkswirtschaftlichen Kosten jährlich allein in NRW durch Sportunfälle entstehen, veranschaulichte Podiumsteilnehmer Christian Vogée, Vorstand der ARAG Allgemeine Versicherungs-AG: „Rund 400 Millionen Euro müssen jährlich für die medizinische Heilbehandlung aufgebracht werden. Weitere Kosten, etwa für Arbeitsunfähigkeit kommen noch dazu.“

Sportunfallprävention

Franz Müntefering, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung, setzte seinen Fokus auf den Sport der Älteren: „Sport hält Körper und Geist zusammen“, so lautet sein Credo, „aber er muss gesund und sicher sein.“ MdL und sportpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Andreas Terhaag nannte die Sportunfallprävention einen wichtigen Baustein in der sportpolitischen Agenda des Landes NRW: „400.000 Unfälle ereignen sich jedes Jahr im Sport in NRW. Hier muss dringend umgedacht werden. Deshalb haben wir das mehrjährige Konzept „Sicherheit im und durch den Sport in der Kommune“ aufgesetzt, in dem die Stiftung Sicherheit im Sport ein Gesamtkonzept zur Verhinderung von Sportunfällen entwickeln wird.“

Screening des Bewegungsapparates im Breitensport

Anschließend begann die inhaltliche Auseinandersetzung. Dass die Datenlage zu Sportunfällen und -schäden in Deutschland lückenhaft ist, verdeutlichte Dr. Markus Klingenberg, Orthopäde und Unfallchirurg an der Beta Klinik Bonn: „Gäbe es verbindliche Vorgaben zu Vorsorgeuntersuchungen oder sportmedizinische Maßnahmen, die flächendeckend umgesetzt werden, könnten etwa Verletzungsrisiken teilweise behoben werden, bevor es überhaupt zu einer Sportverletzung kommt.“ Sein Plädoyer: ein kostengünstiges, einfach zu erlernendes und überall anwendbares Screening des Bewegungsapparates im Breitensport.

Am Nachmittag erarbeiteten die rund 80 Teilnehmenden aus den Sportwelten Verein, Schule, Kita sowie im frei organisierten Sport in Workshops Ideen und Lösungsansätze, wie Sport sicherer gestaltet werden kann.

  • Die gesamte Dokumentation der Themenkonferenz „Sportwelten in NRW – mit Sicherheit verletzungsfrei“ finden Sie hier 

Quelle: www.lsb-nrw.de