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Oktober 2019

Landessportbünde

Während die Metropolen boomen, geraten ländliche Regionen vielerorts ins Abseits. Wie bewältigt der Sport diesen Wandel? Unser Blick geht nach Ostwestfalen, nach Horn-Bad Meinberg.

Linda Stahl ist mit Abstand die berühmteste Tochter des Kreises Lippe. Zumindest was den Sport betrifft. Ihre ersten leichtathletischen Schritte machte die Speerwurf-Europameisterin bei der Leichtathletikgemeinschaft (LG) Lippe-Süd. Wilfried Starke, Vorsitzender des dortigen KSB und langjähriger Vereinsvorsitzender: „Linda zog es in die Großstadt – nach Köln, wo sie studierte und für den TSV Bayer 04 Leverkusen startete. Heute ist sie Ärztin im Ballungsraum Köln/Leverkusen.“ Mit einem Hauch Wehmut, aber klarem Realismus sagt er: „Linda steht stellvertretend für viele junge Menschen, die ihre Wurzeln in ‚der Provinz‘ haben und dann in den großen Städten ihren Weg gehen. Als Vizepräsidentin des KSB Lippe hält sie aber den Kontakt zu ihrer Heimat.“

Ganz schön gebeutelt

Mit dem 70-Jährigen steht das Reportage-Team im landschaftlich wunderschön gelegenen Waldstadion. Der Blick schweift in die Ferne zu waldigen Hügeln, er bleibt aber auch an der in die Jahre gekommenen bunt gestrichenen Tribüne hängen, streift die Laufbahn, heute eine Mischung aus Stein, Asphalt und Asche. Wo früher faszinierende Wettkämpfe stattfanden, fühlt man sich jetzt an eine verlassene Wild West-Stadt erinnert, durch die nur noch der Wind fegt. „Wir sind wirtschaftlich schon ganz schön gebeutelt worden – mit Konsequenzen auch für den Sport. Als die Hornitex Werke pleitegingen, verloren in den 2010er-Jahren fast 2.000 Menschen ihren Arbeitsplatz.“

Das hat Spuren hinterlassen: in der Kommune leben über 20 Prozent von Hartz 4. Bürgermeister Rother beklagt das leere Stadtsäckel, aber er verweist auch auf neue Sporträume, die zum Beispiel durch Schulneubau aus Landesmitteln finanziert werden konnten.

Den vollständigen Artikel „Grün, bunt und grau“ lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der „Wir im Sport“.

Quelle: www.lsb-nrw.de