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Dezember 2019

Sport-Informations-Dienst (SID)

Düsseldorf (SID) Doppelweltmeister Johannes Floors bedankte sich auf der Bühne auch bei „allen im Hintergrund“, Sprintkönigin Irmgard Bensusan konnte die „Ehre“ kaum fassen. Deutschlands Para-Sportler des Jahres freuten sich über den gelungenen Abschluss einer erfolgreichen Saison. „Damit habe ich nicht gerechnet, das ist eine tolle Auszeichnung. Das zeigt einfach, dass der ganze Aufwand auch gewürdigt wird“, sagte Floors.

Bensusan hatte bei der Para-Leichtathletik-WM in Dubai Gold über 100 und 200 m gewonnen, Floors lief jeweils in Weltrekordzeit zum Titel über 100 und 400 m. An die Läufe selbst kann sich der Prothesensprinter aus Leverkusen kaum erinnern. „Ich habe auch immer noch nicht richtig realisiert, was da passiert ist. Es war ein absolut krasses Jahr“, sagte Floors nach der Ehrung in der Düsseldorfer Rheinterrasse.

Bei der Wahl zur Mannschaft des Jahres setzten sich die Goalball-Männer durch. Für Michael Feistle, Stefan Hawranke, Oliver Hörauf, Felix Rogge, Thomas Steiger und Reno Tiede, die sich bei der Heim-EM in Rostock mit einem Sieg im Finale gegen die Ukraine ihren ersten Titel gesichert hatten, ging mit der Ehrung ein weiterer Traum in Erfüllung.

„Letztes Jahr sind wir hier Zweiter geworden. Da hat unser Cheftrainer gesagt, dass wir erst einmal einen großen Titel holen müssen, um den Anspruch haben zu dürfen, Mannschaft des Jahres zu werden. Unsere sportlichen Hausaufgaben haben wir nun gemacht“, sagte Kapitän Tiede. Für die Paralympics in Tokio hat die Mannschaft das Ziel bereits festgelegt. „Wir wollen ins Finale kommen“, sagte Tiede.

Auch Bensusan blickt bereits nach Japan: „Ich habe mir Tokio schon 2016 in meinen Kalender eingetragen. Weltmeisterin zu sein ist schön, aber Paralympics-Siegerin, das ist das Allergrößte.“

In der Kategorie des Para-Nachwuchsathleten des Jahres gewann Schwimmer Taliso Engel, der bei der WM über 100 m Brust mit erst 17 Jahren Gold gewann. Den Ehrenpreis des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) erhielt in diesem Jahr die Aktion Mensch. Die Organisation wurde damit nicht nur für ihre langjährige Partnerschaft mit dem DBS, sondern auch für ihr außergewöhnliches Engagement für Inklusion und Teilhabe im Sport ausgezeichnet.