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September 2020

Landessportbünde

Freundschaften schließen, Gemeinsamkeiten entdecken und so die europäische Idee in den Alltag der Jugendlichen zu bringen – darum ging es beim Deutsch-Französischen Tag, den der Landessportbund Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit dem Haus Burgund-Franche-Comté, der Association Européenne des Sportes und mit Unterstützung des Landtages, der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz sowie dem Deutsch-Französischen Jugendwerk im Januar bereits zum 17. Mal veranstaltete. Die Veranstaltung im Erbacher Hof in Mainz mit knapp 150 Gästen war einmal mehr ein wichtiger Beitrag zur Völkerverständigung.

Bei der 17. Auflage des Deutsch-Französischen Tags in Mainz ist der Hip Hop zu Gast

„Sinn und Zweck war es, junge Sportlerinnen aus den Partnerregionen des Vierer-Netzwerkes Rheinland-Pfalz, Burgund, Mittelböhmen und Oppeln zusammenzubringen“, erläuterte Daniel Mouret, LSB-Referent für Internationales. In diesem Jahr gaben sich junge Hip-Hopperinnen ein Stelldichein. Gruppen aus allen vier Regionen zeigten eigene Choreografien, die sie einstudiert hatten und mit jeder Menge guter Laune präsentierten. Neben der sportlichen Begegnung stand der kulturelle Austausch im Fokus. So sollte die europäische Idee eines grenzüberschreiten Miteinanders in den Alltag der Menschen gebracht werden.

Gemeinsamer Gruppentanz begeistert die Zuschauer

Den Höhepunkt der Performance bildete ein gemeinsamer Gruppentanz mit allen Sportlern aus Burgund-Franche-Comté, Oppeln, Mittelböhmen und Rheinland-Pfalz. Nur zwei Trainingseinheiten hatten die Tänzer*innen von La Luna del Oriente (Burgund), Kladno (Mittelböhmen) und Watacha (Oppeln) sowie Clara Schellenberg (Rheinland-Pfalz), um sich kennen zu lernen und aufeinander abzustimmen und die gemeinsame Choreographie aus Hip Hop Cha-Cha-Cha und orientalischen Tänzen zu kreieren. Die Begeisterung der Zuschauer zeigte mal wieder, dass Sport auch über Ländergrenzen hinaus verbindet.

Erinnerung an den Élysée-Vertrag

Staatssekretärin Heike Raab sowie Klaus Stumpf (Leiter der Zentralabteilung des Landtages RLP) und Helmut Loenenbach (Vorsitzender der Internationalen Kommission des LSB) hatten in ihren Grußworten darauf hingewiesen, dass der Tag an die Unterzeichnung des Élysée-Vertrages erinnern sollte, der die beiden ehemaligen verfeindeten Länder Deutschland und Frankreich zusammen bringen sollte. „Traditionen wie diese führt der Landessportbund gerne weiter“, betonte Loenenbach, der den Einsatz der Jugendteams aus Rheinland-Pfalz und Burgund gesondert würdigte. Staatssekretärin Raab freute sich ebenfalls, dass der LSB die regionale Partnerschaft mit Leben füllt. Dies sei ganz im Sinne des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit und Integration, den Bundeskanzlerin Angela Merkel und Staatspräsident Emmanuel Macron knapp ein Jahr zuvor im Krönungssaal des Aachener Rathauses unterzeichnet hatten.

Quelle: www.lsb-rlp.de