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August 2020

Sport-Informations-Dienst (SID)

Köln (SID) Der eSport will den klassischen Sport aufgrund der drohenden wirtschaftlichen Folgen durch die Coronakrise unterstützen. Während Sportarten wie Fußball, Handball oder Eishockey ruhen, kann der virtuelle Betrieb online weiterlaufen. „Unser Ansatz ist eher, den klassischen Sport in der Rolle, in der wir jetzt sind, zu umarmen und ihnen Möglichkeiten zu bieten, die digitale Welt zu verfolgen“, sagte ESL-Geschäftsführer Ralf Reichert dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Den Vereinen aus dem klassischen Sport drohen durch die ungewisse Zukunft und fehlende Einnahmen teils große finanzielle Probleme. Als Vertreter der eSport-Szene zeigt sich Reichert in dieser Situation solidarisch: „Es ist nicht die Zeit, um Verteilungskämpfe zu machen. Es ist eher die Zeit, um zusammenzuhalten und als Gesellschaft und im Geschäft die Dinge gemeinsam zu erreichen.“

Der eSport muss momentan zwar ebenfalls auf volle Arenen verzichten, zahlreiche Wettkämpfe wie Europas beste League-of-Legends-Liga LEC werden aber während der Corona-Pandemie online fortgesetzt. Auch der klassische Sport hat bereits teilweise andere Wege eingeschlagen. So hatte die Formel 1 angekündigt, die ausgefallenen Rennen virtuell austragen zu wollen und die Deutsche Fußball Liga (DFL) rief am 25. März den neuen Wettbewerb „Bundesliga Home Challenge“ ins Leben, bei dem sich eSportler und Fußballer in der Simulation FIFA 20 duellieren werden.

„Wir sind mit vielen dieser Sportarten in Gesprächen, wie wir ihnen helfen können, kurzfristig eSport-Wettbewerbe aufzusetzen“, sagte Reichert: „Wir sind da, um zu helfen und nicht, um zu sagen: Hey, wir sind viel geiler als der klassische Sport.“