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August 2020

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Köln/Tokio (SID) Die Eröffnungszeremonie für die ins kommende Jahr verlegten Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli bis 8. August 2021) soll ganz im Zeichen der Folgen der Coronakrise stehen. „Bei der Eröffnungsfeier zelebrieren wir den Sport und die Athleten. Aber wir sind auch dazu aufgerufen, das zu zeigen, was durch die Corona-Pandemie geschehen ist, und die neue Welt zu erzählen, die danach entstehen wird“, sagte der italienische Event-Guru Marco Balich, der für die Produktion der Feier verantwortlich ist, im Interview mit La Repubblica.

30 Personen seiner Crew haben Japan aufgrund der Ausbreitung des Virus verlassen. Vor Ort sei aber weiterhin ein Team aus 150 Personen. „Wir haben monatelang an der Vorbereitung der Show gearbeitet. Nach einer Pause im Sommer werden wir alles überdenken. Wir werden die Eröffnungsfeier neu interpretieren“, sagte der aus Venedig stammende Balich.

Dass die fast abgeschlossenen Planungen für den Sommer über den Haufen geworfen wurden, ist für Balich kein großes Problem. „Die Bedingungen sind vorhanden, damit die Eröffnungsshow in Tokio zur größten und signifikantesten der Geschichte wird“, erklärte der 57-Jährige weiter: „Die Verschiebung auf das nächste Jahr gibt uns Zeit, die Änderungen in unserem Leben zu verarbeiten. Es wird ein Moment des globalen Neustarts sein. Es wird das größte Fest, das jemals gefeiert wurde.“