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November 2020

Landessportbünde

Die Freiwilligendienste (FWD) im Sport erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit. Bei der Baden-Württembergischen Sportjugend (BWSJ) beginnen nach den Sommerferien knapp 550 junge Menschen ihren FWD. Bereits im vergangenen Jahr lag die Zahl der Freiwilligen bei rund 500. Die jungen Menschen zwischen 16 und 27 Jahren leisten ihren Einsatz ein Jahr lang in den Formaten Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Sport, FSJ Sport und Schule und im Bundesfreiwilligendienst (BFD) im Sport.

Los geht’s für die Freiwilligendienstleistenden im August und September mit einem fünftägigen Einführungsseminar an einer der Sportschulen des Landes. In diesem vermitteln die Koordinatoren für Jugendarbeit im Sport wichtige Themen für den Start in das Freiwilligenjahr. Neben Aufsichts- und Versicherungsfragen und der Gegenüberstellung von Rechten und Pflichten im FWD werden den Teilnehmern Ideen für den Umgang mit Kindern in Schule und Verein nähergebracht. Kleine Spiele und erlebnispädagogische Ansätze stehen ebenso im Fokus wie Hilfestellungen für Situationen mit schwierigen Kindern. Auch hinsichtlich der Rolle und Vorbildfunktion als Übungsleiter werden die Freiwilligen bestens gerüstet, sodass es im Anschluss an das Seminar in den Einsatzstellen losgehen kann.

Mehrwert für alle Beteiligten

Während der letzte Jahrgang in 344 Einsatzstellen aktiv war, sind es nunmehr in 2020/2021 41 Einsatzstellen mehr, nämlich 385. Wie die Einsatzstellenkarte auf der Website der BWSJ zeigt, sind diese quer durchs Land verteilt. Lisa Porada, Leitung der Baden-Württembergischen Sportjugend, zeigt sich sehr zufrieden mit der Entwicklung der Freiwilligendienste: „Das Konstrukt bietet für alle Beteiligten einen Mehrwert. Die jungen Menschen werden in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gestärkt; die Einsatzstellen – und somit die Gesellschaft – profitieren von der Unterstützung engagierter und motivierter junger Menschen.“ Neben der sportfachlichen Ausbildung stehen insbesondere der Erwerb von sozialen Kompetenzen, das Sammeln erster beruflicher Erfahrungen und die persönliche Weiterentwicklung im Fokus. Egal ob im Sportverein oder in der Schule: Die Freiwilligendienstleistenden erhalten die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Kindern und Arbeitgeber zu sammeln.

Ein Freiwilligendienst im Sport ist ein Bildungs- und Orientierungsjahr, das durch die BWSJ pädagogisch begleitet wird. Während des Einsatzjahres können die Teilnehmer die Lizenz zum Übungsleiter oder Trainer erlangen. So kann durch den Freiwilligendienst der Grundstein für ein dauerhaftes ehrenamtliches Engagement im Sport gelegt werden – und die Zahlen zeigen: ein Großteil der Freiwilligendienstleistenden bleibt dem Sport tatsächlich langfristig erhalten.

Jetzt Einsatzstelle werden

Vereine, Sportkreise und Verbände, die als Einsatzstellen fungieren, können die jungen Teilnehmer vielfältig einsetzen: im sportpraktischen, organisatorischen aber auch administrativen Bereich. So können Projekte und Kooperationen umgesetzt werden, die das bisherige Angebot der Vereine erweitern oder sichern können. Sportorganisationen, die Interesse daran haben, Einsatzstelle zu werden und sich anerkennen lassen möchten, können sich das ganze Jahr über bei der BWSJ melden. Auf deren Website werden die häufigsten Fragen beantwortet – weiterhin stehen die Verantwortlichen jederzeit für Fragen zur Verfügung.

Bewerbungsstart im November

Der Bewerbungszeitraum für den Jahrgang 2021/2022 beginnt im November dieses Jahres. Auf der Homepage der BWSJ ist eine Landkarte mit allen anerkannten Einsatzstellen zu finden. Interessierte können sich über diese mit einem passenden Verein, Sportkreis oder Verband in ihrer Region in Verbindung setzen und sich direkt dort bewerben.

Quelle: www.lsvbw.de