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Januar 2022

Sport-Informations-Dienst (SID)

Köln/Berlin (SID) Bundeskanzler Olaf Scholz hat eine klare Aussage über einen diplomatischen Boykott der Olympischen Winterspiele in Peking (4. bis 20. Februar) vermieden. Demnach werde sich die neue Ampel-Regierung „sehr sorgfältig mit uns, unter uns und mit den Partnern in Europa und der Welt beraten“, sagte Scholz.

Zahlreiche Länder, mit denen Deutschland zu tun habe, sagte Scholz (SPD), „haben Regierungsformen, die vollständig anders ausgerichtet sind als das, was wir selber richtig finden“, so Scholz. Dennoch sei es wichtig, „über die Unterschiede Bescheid zu wissen und trotzdem gut miteinander auszukommen in der Welt“.

Fest steht, dass Frank-Walter Steinmeier China fernbleiben wird. Es gebe „keine Pläne, nach Peking zu reisen“, sagte eine Sprecherin des Bundespräsidenten der Sportschau. „Diese Pläne gab es aber auch nicht, bevor die USA ihre Entscheidung bekannt gaben.“

Anfang Dezember hatte die US-Regierung um Präsident Joe Biden verkündet, dass sie den Olympischen Winterspielen fernbleiben werde. Damit wolle sie gegen die Menschenrechtsverletzungen in China, die Unterdrückung der uigurischen Muslime in Xinjiang und die Repressionen gegen die Demokratiebewegung in Hongkong protestieren.