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Juni 2022

Landessportbünde

Sicher Skifahren in Corona-Zeiten

Endlich wieder Skifahren – trotz Corona. Die Pisten dürften nach einem Jahr der Abstinenz in diesem Winter wieder voll sein. Gerade um die Weihnachtstage und den Jahreswechsel, zog es viele Urlauber in den Schnee. Angesichts der anhaltenden Pandemie ist deshalb jeder einzelne Skifahrer noch mehr gefordert. DSV aktiv zeigt, mit welchen Maßnahmen jeder Wintersportler in Corona-Zeiten zu mehr Sicherheit im Skisport beitragen – und für sich und andere das Maximum an Skispaß herausholen kann.

Ski richtig tragen

Für viele gar nicht so selbstverständlich: Wie trage ich meine Ski? Werden die Ski geschultert, müssen die Skispitzen stets nach vorne zeigen! Mit waagerecht getragenen Ski befördern Skisportler immer auch ein großes Hindernis. Es ist stets darauf zu achten, andere Personen oder Sachgegenstände wie Autos durch rasantes Umdrehen nicht zu gefährden. Eine kleine Bewegung mit dem Kopf reicht aus, um die Ski in die verschiedenen Richtungen zu schwenken. Aufgrund der erhöhten Verletzungsgefahr sollten die Ski innerhalb geschlossener Gebäude oder bei größeren Menschenansammlungen wie etwa an der Gondel immer senkrecht am Körper getragen werden. Übrigens: Auf dem Autodach gehören die Skispitzen nach hinten!

Lift fahren

Corona hat in den letzten zwei Jahren vieles verändert – und das trifft in diesem Winter auch auf das Lift fahren zu. Wo sonst die maximale Anzahl an Plätzen ausgenutzt wurde, wird heute Abstand gehalten. In einigen Gebieten wird die Transportkapazität verringert – Skifahrer müssen also Geduld mitbringen. Umso wichtiger ist es, die zugewiesenen Plätze zu besetzen. Am besten also nicht immer auf den Freund oder die Freundin warten – das hält unter Umständen zusätzlich den Verkehr auf und erhöht die Wartezeit unnötig. In Corona-Zeiten ist gerade auch beim Anstehen Rücksicht gefordert: Drängeln ist unsportlich und verkürzt die Wartezeit nur minimal. Besser Abstand halten und je nach Anlage die Maske tragen. Denn in Österreich muss in Gondeln, geschlossenen Sesselliften und den Zugangsbereichen zu den Liften eine FFP2-Maske getragen werden. Auch in der Schweiz, Frankreich und Italien muss eine Maske getragen werden.

Skisport in der Gruppe

Für alle Wintersportler, die in der Gruppe unterwegs sind, gilt: Der Schwächste gibt immer das Tempo vor! Regelmäßiges Warten am Pistenrand gibt den langsameren Skisportlern die Zeit, im eigenen Tempo zu fahren. Auch ihnen sollten dabei aber Verschnaufpausen gegönnt werden. Also: Nicht gleich weiterfahren, sobald der Letzte der Gruppe angekommen ist. Allgemein gilt: Um den Fahrspaß für alle zu erhöhen, empfiehlt es sich, in nicht zu großen Gruppen zu fahren.

Rücksichtsvolles Verhalten

Im Alltag wie auf der Skipiste gleichermaßen gültig: Ein rücksichtsvolles Miteinander zahlt sich aus! Es gehört nicht nur zum guten Ton, sondern ist auch gesetzlich gefordert, gestürzten Personen Hilfe anzubieten und zu leisten. Auch bei leichten Stürzen, die keine Erste Hilfe erfordern, sollten Wintersportler nicht unbeirrt weiterfahren, sondern stets helfen: gelöste Ski zurückbringen, nach dem Befinden erkundigen und beim Aufstehen Hilfestellung bieten. Der Gestürzte wird es immer danken – und dem Helfer selbst gibt es auch ein gutes Gefühl!

Richtig losfahren, überholen und anhalten

Bereits fahrende Wintersportler haben Vorfahrt: Wer in eine Piste einfährt, muss sich immer nach oben vergewissern, dass die Strecke frei ist und er weder sich selbst noch andere beim Ein- oder Anfahren gefährdet. Fürs Überholen gilt: ob von links oder rechts ist grundsätzlich egal, solange ein ausreichender Abstand gewährt und mit angemessener Geschwindigkeit gefahren wird. Jeder sollte so fahren, dass er andere Wintersportler, insbesondere Anfänger, nicht überrascht oder verschreckt und damit vom eigenen Fahrverhalten ablenkt. Wer anhalten möchte, tut dies bitte – wenn möglich – nur an übersichtlichen Stellen am Rand der Piste, jedoch nicht unmittelbar hinter Kuppen oder Kurven oder an Engstellen.

Quelle: www.ski-online.de / Foto: Mirja Geh