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Oktober 2022

Sport-Informations-Dienst (SID)

Hamburg (SID) Trotz der Zwangspause von Olympiasieger Alexander Zverev sieht der deutsche Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann seine Mannschaft vor dem Zwischenrunden-Auftakt gegen Frankreich nicht chancenlos.

Als der erste Schock über den Ausfall von Alexander Zverev verdaut war, waren Davis-Cup-Kapitän Michael Kohlmann und seine Mannschaft schnell wieder im Wettkampf-Modus. „Wir werden alles geben, um hier erfolgreich zu sein. Ich glaube immer noch, dass wir stark genug sind, um das Finale zu erreichen. Das Team wird noch enger zusammenrücken“, sagte der 48-Jährige betont zuversichtlich.

Wohin der sportliche Weg der Gastgeber bei der Zwischenrunde am Hamburger Rothenbaum führen wird, dürfte sich schon am Mittwoch (14.00 Uhr/ServusTV und DAZN) beim Auftaktmatch gegen Frankreich herausstellen. Diese Partie gilt als Schlüsselspiel für die Qualifikation für das Finalturnier vom 21. bis 27. November in Malaga.

Olympiasieger Zverev (Knochenödem im operierten rechten Fuß) kündigte seine Unterstützung als „Cheerleader“ an, vor den Augen des Weltranglisten-Fünften wollen die Teamkollegen den Hamburger Lokalmatadoren bestmöglich ersetzen. „Wir haben schon gezeigt, dass wir gegen jede Mannschaft gewinnen können“, sagte Doppelspezialist Kevin Krawietz.

Allerdings: Bei den gerade beendeten US Open waren beide deutschen Einzelspieler weit von ihrer Bestform entfernt. Der Kölner Oscar Otte schied in der ersten Runde aus, Jan-Lennard Struff aus Warstein überstand in New York nicht einmal die Qualifikation. Und der kurzfristig von einem Challenger-Turnier in Stettin herbei gebetene Ersatzspieler Yannick Hanfmann (Karlsruhe) ist die aktuelle Nummer 153 der Weltrangliste.

Dass Zverev dem deutschen Team gegen Frankreich sowie am Freitag gegen Belgien und auch am Sonntag gegen Australien fehlen wird, ist eine schwere sportliche Hypothek. Dennoch, da sind sich die ehemaligen Davis-Cup-Sieger Michael Stich und Patrik Kühnen einig, dürfe die deutsche Nummer eins sein Comeback auch im zweiten Anlauf nicht überstürzen.

„Sascha muss komplett gesund sein, dann gibt es keine Grenzen für ihn“, sagte Wimbledonsieger Stich bei Sky Sport News. Kühnen ergänzte: „Es ist ganz wichtig, dass er die Verletzung komplett auskuriert, dass da gar nichts offen bleibt.“