sid

Oktober 2022

Landessportbünde

Die 6. Landeskonferenz Sport und Gesundheit fand am 7. September 2022 in Grimmen statt. Im Fokus standen gesundheitsförderliche Bewegungs-und Sportangebote in Dörfern und Kleinstädten. Dabei ging es um Fragen, wie bestehende Angebote die Menschen vor Ort besser erreichen, wie neue Angebote entstehen und wie die unterschiedlichen Fachleute ihre Ressourcen bündeln und Angebotsstrukturen optimieren können.

In seinem Grußwort ging LSB-Präsident Andreas Bluhm auf die gegenwärtige Lage von Sportvereinen und des Sports ein und wies auf die „Hamburger Erklärung“ der Sportministerkonferenz vom April dieses Jahres, die dem Sport eine zentrale Rolle bei der Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen zuerkennt. Es folgten Impulsvorträge zum Stellenwert von Bewegung im Gesundheitszieleprozess des Landes und zur Einbindung von Bewegungsförderung in die kommunale Präventionsstrategie des Landkreises Vorpommern-Rügen.

Die wichtigste Botschaft der Vortragenden war, dass Gesundheits- und Bewegungsförderung in allen Politikfeldern und in allen Ressorts der öffentlichen Verwaltung immer mitgedacht werden müssen. Der vom Deutschen Olympischen Sportbund eingeforderte und von der Bundesregierung für den Herbst angekündigte Bewegungsgipfel soll den Grundstein für eine Strategie legen, der sich die Bundesländer anschließen sollen. Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern hat bereits vor längerer Zeit beschlossen, dass sie entsprechende Bundesprogramme mit Mitteln des Landes aufstocken wird.

Nach diesen Impulsen tauschten sich die anwesenden Akteure in drei intensiven Gesprächsrunden aus, zu den folgende Ergebnisse herausgegriffen werden können:

  • Damit Bewegungsmöglichkeiten und Angebote im ländlichen Raum ihr gesundheitsförderndes Potenzial entfalten können, müssen die Zugangsschwellen für die Menschen, die sie nutzen möchten, so niedrig wie möglich gehalten werden. Entscheidend dabei ist die Mobilität im ländlichen Raum, die durch den Ausbau von Nahverkehrsangeboten gewährleistet werden muss.
  • Für die Weiterentwicklung einer gesundheitsfördernden Angebotslandschaft im ländlichen Raum braucht es vor allem motivierte und engagierte Menschen, aber auch unterstützende Angebote und stabile kommunale Strukturen. Bei der Suche nach Übungsleitern sollten Sport und Kommunen enger zusammenarbeiten und ihre Bemühungen verstärken.
  • Um vorhandene Ressourcen und Angebote zu optimieren, damit mehr Menschen in Bewegung kommen, braucht es eine gute Zusammenarbeit von Fachleuten und Einrichtungen in der Region. Diese gestaltet sich nach wie vor sehr schwierig und gelingt immer dort besser, wo sich die Kommunen als zentrale Knotenpunkte in die Netzwerkarbeit ihrer Region einbringen.

Ulrich Pudschun, Abteilungsleiter Sport/Sportentwicklung

Quelle: www.lsb-mv.de