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Februar 2023

Landessportbünde

Beim 2010 ins Leben gerufenen „Prädikat Geprüftes Skigebiet“ (PGS) Deutschland steht Pistensicherheit im Vordergrund. Dennoch liegt es in der Eigenverantwortung des Skifahrers, das beim Skifahren bestehende Restrisiko so gering wie möglich zu halten.

Klar! Die Verkehrssicherungspflicht der Skipiste obliegt dem Betreiber. Um die Betreiber zu unterstützen und den Pistenbenutzern ein Qualitätsmerkmal an die Hand zu geben, hat die Stiftung Sicherheit im Skisport (SIS) des Deutschen Skiverbandes in Zusammenarbeit mit dem Verband Deutscher Seilbahnen (VDS) das „Prädikat Geprüftes Skigebiet“ (PGS) ins Leben gerufen.

Das Hauptziel der PGS-Zertifizierung ist, die Bergbahnbetreiber bei ihrer Verkehrssicherungspflicht zu unterstützen und abzusichern. Mit dem „Prädikat Geprüftes Skigebiet“ zertifizierte Skigebiete garantieren dem Gast, dass die Pisten optimal gesichert sind, über gekennzeichnete Sturzräume verfügen und alle atypischen Gefahrenstellen gekennzeichnet und gesichert sind. Skigebiete, die das „Prädikat Geprüftes Skigebiet“ Deutschland beantragen, müssen sich einer Skigebietsprüfung unterziehen. Dabei werden alle Pisten unter die Lupe genommen und einem vor Ort angepassten, fünf Blöcke umfassenden Katalog von Prüfkriterien unterzogen. Die Kriterien enthalten u. a. das Pistenleitsystem im Skigebiet inklusive der Orientierung, die Pistenrandmarkierungen, die Beschilderung von Gefahrenstellen, die Sicherung versteckter Gefahrenstellen sowie die Pistenführung und die Kennzeichnung aller Trassen. Außerdem werden alle Pisten im Hinblick auf Gefahrenstellen analysiert. Eine eventuell notwendige Pistenrettung durch die DSV-Skiwacht muss sichergestellt sein. Die FIS-Verhaltensregeln müssen deutlich sichtbar im Skigebiet positioniert werden. Aktuell sind 26 Skigebiete in ganz Deutschland zertifiziert. Einen Überblick über alle zertifizierten Skigebiete finden Sie unter: www.stiftung.ski/sis-akademie/praedikate/gepruefte-skigebiete/

Neben den Vorkehrungen, die im Skigebiet getroffen werden, kann und muss aber auch der Skifahrer selbst einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit auf der Piste leisten. Gerade die aktuell geringe Schneeauflage birgt Gefahren. Die Pisten sind nur schmal, und durch die hohen Temperaturen ist der Naturschnee neben den Pisten nahezu komplett verschwunden. Die oft schmalen Pisten bieten nur wenig Platz, um anderen Wintersportlern ausweichen zu können. Kontrollierte Geschwindigkeit und angepasstes Fahrverhalten sind hier das A und O. Durch die geringe Schneeauflage neben den Pisten ist auch der Sturzraum nicht in dem Maße vorhanden, wie aus schneereichen Wintern gewohnt. Somit sind steinige Alm- und Wiesenhänge oft nicht abgedeckt – bei Abkommen von der Piste oder Stürzen neben die Piste besteht daher erhöhte Verletzungsgefahr. Die FIS-Verhaltensregeln sind hier eine gute Grundlage, das eigene Verhalten den Gegebenheiten auf der Piste anzupassen.

Wir sind froh, dass der Skibetrieb aktuell möglich ist und hoffen natürlich wieder auf mehr Schnee. Bis dahin appellieren wir an jeden Wintersportler, sein Fahrverhalten den aktuellen Umständen anzupassen und ein dem eigenen Fahrkönnen und den Pistenbedingungen entsprechendes Tempo zu wählen.

Gut abgesichert auch mit der DSV-Skiversicherung

Bei der DSV aktiv-Mitgliedschaft ist eine DSV-Skiversicherung inkludiert, in der nicht nur das Material bei Bruch, Beschädigung und Diebstahl versichert ist, sondern auch der Wintersportler selbst. Die Haftpflichtversicherung hilft sogar beim Abtransport aus dem Skigebiet mit dem Helikopter.

Quelle: www.ski-online.de