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Februar 2024

Sport-Informations-Dienst (SID)

Hamburg (SID) Hindernis-Ass Gesa Felicitas Krause erwartet ihr erstes Kind – und sie trainiert fleißig für ihren Traum von Olympia in Paris. Die Schwangerschaft soll nicht das Ende der Karriere sein.

Wenn Gesa Felicitas Krause nach einem langen Tag auf dem Sofa liegt, genießt das Hindernis-Ass einfach den Moment. „Das beste Gefühl ist, abends von dir getreten zu werden“, schrieb Krause bei Instagram und postete dazu ein Bild von ihrem Babybauch. Im Frühjahr wird die 30-Jährige ihr erstes Kind zur Welt bringen. Doch das soll Krause nicht davon abhalten, bei den Olympischen Spielen nur ein Jahr später in Paris an den Start zu gehen.

Deshalb trainiert die Europameisterin von 2016 und 2018 auch so viel es geht weiter. Dafür musste sie schon viel Kritik einstecken, nach dem Motto: „Warum tut sie sich und dem Baby das an?“ Doch Krause fühlt sich gut damit, sie ist schwanger – und nicht krank. So sieht sie das.

„Von den Ärzten gibt es keine Einwände. Also kann ich auch aktiv sein und Sport treiben. Solange ich mich so fühle, möchte ich mich während der Schwangerschaft möglichst fit halten“, sagte Krause im Interview mit Münchner Merkur/tz: „Meine sportliche Karriere ist nicht vorbei. Die Leidenschaft und das Feuer für den Sport brennen weiter. Natürlich immer unter der Voraussetzung, dass die Ärzte grünes Licht geben.“

Krause war schon immer eine Powerfrau. Die WM-Dritte von 2015 und 2019 will beweisen, dass man als Athletin auch nach einer Schwangerschaft zurück auf die große Sportbühne kehren kann. „Für mich war immer klar, dass eigener Nachwuchs nicht das Karriereende bedeuten muss. Mir hat es auch Mut gemacht, das bei anderen Sportlerinnen zu sehen“, sagte Krause.

Zuletzt waren Athletinnen vermehrt nach einer Schwangerschaft zurück in den Sport gekehrt, auch in der Leichtathletik gibt es einige prominente Beispiele wie etwa die Sprinterinnen Shelly-Ann Fraser-Pryce (Jamaika) oder Allyson Felix (USA).

In Paris will Krause unbedingt dabei sein. „Diesen Traum will ich mir nächstes Jahr im Frühjahr erfüllen. Wenn ich zu Olympischen Spielen fahre, will ich die beste Version meiner selbst sein. Es wird aber eine ganz andere Ausgangslage sein“, sagte sie: „Ich bin dann quasi zwei Jahre kein Hindernis gelaufen. Das kann einem Angst machen. Aber die Vorfreude, diese Herausforderung anzunehmen, ist größer. Und der Gedanke, dass meine Tochter in Paris mit im Stadion sein kann, ist natürlich auch sehr verlockend.“