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Mai 2024

Landessportbünde

Der Porsche AG war beim Tennis-Grand-Prix jedes Ass 356 Euro wert. Der Landessportverband hilft damit Geflüchteten aus der Ukraine unbürokratisch.

Iga Swiatek hat den Porsche-TennisGrand-Prix gewonnen. Im Finale setzte sich die Polin wie im Vorjahr gegen Aryna Sabalenka (Belarus) durch. Schon vor dem Endspiel gab’s die ersten Gewinner. Der Landessportverband Baden-Württemberg (LSVBW), die Stiftung Agapedia und die Ferry-Porsche-Stiftung erhielten einen Scheck über jeweils 40.000 Euro aus der Aktion „Asse for Charity“. 253 Asse waren’s während der gesamten Turnierwoche. Weil Porsche in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag feiert, war jedes Ass in Anlehnung an den ersten Porsche 356 Euro wert. Am Ende rundete die Porsche AG den Betrag auf. „Mit der traditionellen Charity-Aktion wollen wir soziale Verantwortung als Unternehmen nachhaltig wahrnehmen“, sagte Albrecht Reimold, Porsche-Vorstand für Produktion und Logistik: „Wir freuen uns, dass wir damit wohltätige Organisationen und Menschen unterstützen können, die unverschuldet in Not geraten sind.“ Wie im vergangenen Jahr werden mit den Spenden Projekte in der Ukraine-Hilfe gefördert.

Entsprechend dieses Mottos wurde LSVBW-Hauptgeschäftsführer Ulrich Derad wie im Vorjahr von Olena Krassowska zur Scheckübergabe auf den Center Court begleitet. Als Leichtathletin hat die in Kiew geborene Krassowska 2004 bei den Olympischen Spielen in Athen wie auch zwei Jahre zuvor bei der Europameisterschaft in München Silber über 100 Meter Hürden für die Ukraine gewonnen. Vor einem Jahr war die 47-Jährige mit ihrer Mutter und ihrer 17-jährigen Tochter Yeva nach Ludwigsburg gekommen. „Ich habe in der Ukraine als Leichtathletik-Trainerin gearbeitet“, hatte Krassowska damals erklärt. Nachdem sie einen Deutschkurs erfolgreich absolviert hat, trainiert sie mittlerweile neben ihrer Tochter Yeva noch weitere talentierte Jugendliche beim LAZ Ludwigsburg.

Nicht nur Krassowska, sondern auch anderen ukrainischen Trainern und Sportlern konnte durch die Porsche-Spende auf diese Art unbürokratisch geholfen werden. Zum Beispiel auch der Triathletin Anastassiia Terentieva. Das Mitglied der ukrainischen Junioren-Nationalmannschaft war nach ihrer Flucht in Freiburg gelandet. Sie hatte von den guten Trainingsmöglichkeiten am OSP Freiburg-Schwarzwald gehört. Bis ein Zimmer im OSP-Internat frei war, konnte sie im Sporthotel der Freiburger Turnerschaft unterkommen. Hilfe erhielten auch Ringer, Ruderer, Rugbyspieler und Volleyballer. Für den Sport in Baden-Württemberg war und ist diese Unterstützung eine Herzensangelegenheit.

Quelle: www.lsvbw.de