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April 2024

Landessportbünde

Der meteorologische Frühlingbeginn wird zwar offiziell immer am 01. März eingeläutet. Der Winterblues steckt dem einen oder anderen aber manchmal doch länger in den Knochen, als ihm lieb ist. Drum heißt es jetzt erst recht: nichts wie rauf auf die Berge, am besten zum Skifahren! Schon ein paar Stunden im Schnee wirken wie ein echter Energiebooster: Wintersportfans können dann nicht nur ordentlich Sauerstoff, sondern auch Vitamin D tanken, das die eigenen Abwehrkräfte stärkt und als Muntermacher bekannt ist. Wohltuend sind auch die längeren Tage und die wärmeren Sonnenstrahlen. Obendrein warten durch die oft noch eisig kalten Nächte kompakte und glatte Pisten in den Morgen- und Vormittagsstunden.

Mit weiteren Tipps und Tricks von unseren DSV aktiv-Experten können Skifahrer die großartige Mischung aus kristallklarer Luft, schneebedeckten Bergen und Sonne satt noch mehr genießen.

  1. Zwiebelprinzip: Perfekt für Temperaturschwankungen
    Wer schon mit dem Sonnenaufgang auf der Piste ist, merkt schnell, dass die Temperaturen am Berg noch einmal deutlich kälter sind als im Tal. Hinzu kommt der frische Fahrtwind. Umso wichtiger, die Körperwärme bestmöglich zu speichern. Keine zwei Stunden später kann es auch in Höhenlagen und vor allem in den Frühjahrsmonaten deutlich milder sein. Besonders effektiv ist es daher immer, in puncto Bekleidung nach Zwiebelprinzip zu verfahren: Mit mehreren Bekleidungsschichten übereinander können Wintersportler bei schnell wechselnden Wetterbedingungen flexibel reagieren. Egal, wie die Wetterbedingungen sind: Handschuhe, Helm und eine (dünne) Skijacke sind auch bei frühlingshaften Temperaturen immer Pflicht!
  2. Der frühe Vogel…
    … wird mit optimal präparierten Pisten belohnt! Durch die immer noch kalten Nächte sind die Pisten im Frühjahr morgens in der Regel noch hart gefroren und bestens präpariert. Spätestens ab Mittag macht der zusammengeschobene Sulzschnee die Abfahrten beschwerlich. Deshalb: früh an den Bergbahnen sein und die idealen Schneeverhältnisse nutzen. Eine gute Alternative: Stundenkarten sind preisgünstiger als Halbtages- oder Tageskarten und ermöglichen die freie Auswahl des Zeitpunkts für den Pistenspaß.
  3. Für optimales Material sorgen!
    Für die eisigen Verhältnisse am Vormittag sind gute Kanten Pflicht. Sie erhöhen nicht nur das Fahrvergnügen, sondern sind auch ein Sicherheitsfaktor. Zudem erhöht ein ordentlich gewachster Belag im oft nassen Schnee am Nachmittag die Drehfreudigkeit der Ski deutlich. Zeit nehmen sollten sich Skifahrer daher täglich für die Behandlung der Kanten mit einem Schleifstein oder Schleifgummi und für das Nachwachsen der Ski mit Flüssigwachs. Der recht nasse Sulzschnee sorgt dafür, dass das Wachs schneller aus dem Belag „gesaugt“ wird, als anderer Schnee. Wichtig ist also nicht nur der fachmännische Ski-Service vor dem Winterurlaub, sondern auch die tägliche Pflege vor Ort.
  4. An den Sonnenschutz denken!
    Auf 2.500 Meter Höhe ist die Strahlungsintensität der Sonne um rund 33 Prozent stärker als auf 300 Metern über dem Meeresspiegel. Deshalb immer an eine Sonnenbrille für die Mittagspause, wasserfeste Sonnencreme mit höchstem Schutzfaktor sowie einen Lippenpflegestift mit pflanzlichen Wachsen oder Ölen denken! Und zwar nicht nur bei strahlendem Sonnenschein: Gerade diffuses Licht bei Nebel erhöht die Strahlungsintensität. Empfehlenswert ist es, sich schon in der Unterkunft einzucremen. Wer viel schwitzt, sollte sich mehrmals am Tag eincremen. Zur Grundausstattung gehört außerdem eine Sonnen- oder Skibrille, die UV-Strahlen abweisend, bruchfest und seitlich geschlossen ist, damit kein Licht einfallen kann. Sie schützt sowohl vor gefährlichen UV-Strahlen als auch vor Verletzungen der Augen im Falle eines Sturzes.
  5. Fit auf die Piste gehen!
    Skifahrer sind gerade in den Frühjahrsmonaten auf den Pisten im besonderen Maße gefordert. Da der Schnee morgens sehr hart und glatt sein kann, müssen Wintersportler viel Kraft aufwenden, um die Schwünge richtig zu setzen. Nachmittags hingegen ist der Ski im sehr weichen Schnee schwer drehbar. Skigymnastik, Ausdauer- und Krafttraining bereiten auf diese Belastung vor. Zusätzliches Aufwärmen beugt zudem Verletzungen vor und verbessert nachweislich die Wahrnehmung in kritischen Situationen. Machen sich erste Anzeichen bemerkbar, dass die Kraft ausgeht, sollte man den Skitag beenden. Auch wenn das gemeinsame Fahren noch so viel Spaß macht, gerade mit Kindern sollte man den Zeitpunkt für die letzte Abfahrt rechtzeitig wählen, da sich Müdigkeit und Erschöpfung bei den Kleineren häufig sehr plötzlich bemerkbar machen. Immer an ausreichend Trinkpausen denken.
  6. Skiversicherung Auch bei schönstem Sonnenskilauf ist man nicht vor Skibruch, irreparabel beschädigten Ski oder Diebstahl gefeit. Wer übernimmt im Falle eines Falles die Kosten? Hier bietet DSV aktiv maßgeschneiderte Versicherungspakete für nahezu alle Wintersportler an. Mehr zur DSV aktiv-Mitgliedschaft inklusive Skiversicherung unter www.ski-online.de.

Quelle: www.ski-online.de / Foto: Mirja Geh / DSV skiTEST Obergurgl