Sport-Informations-Dienst (SID)

Sport in Kürze

Dezember 2025

Erst das Eröffnungsspiel, dann ein Feiertag und schließlich mit einem Sieg über Brasilien in die K.o.-Runde: Schottlands Regierungschef John Swinney hegt große Pläne für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Damit die „Tartan Army“ ausgiebig feiern kann, schlug der 61-Jährige dem Kronrat vor, „den Tag nach unserem Eröffnungsspiel in Schottland zum Feiertag zu erklären„, wie Swinney bei einer Wahlkampfveranstaltung in Glasgow sagte. Zuletzt war Schottland für die WM 1998 in Frankreich qualifiziert gewesen. „Auf diesen Moment habe ich 28 Jahre lang gewartet – und ich möchte, dass so viele Menschen wie möglich daran teilhaben„, sagte Swinney. Erst bei der EM 2024 in Deutschland hatten die schottischen Fans eindrucksvoll ihre Feierkünste unter Beweis gestellt, der Vorschlag muss nun von König Charles III. abgesegnet werden. Schottland bestreitet sein Auftaktspiel am Sonntag, 14. Juni, um 2.00 Uhr morgens schottischer Zeit gegen Haiti. 

Quelle: AFP

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird der Ehrengast beim 55. Ball des Sports am 21. Februar 2026. Die Zusage des Staatsoberhauptes und seiner Gattin Elke Büdenbender bei der Benefiz-Gala der Stiftung Deutsche Sporthilfe sei „weit mehr als ein protokollarisches Zeichen, es ist ein klares Bekenntnis unserer Staatsspitze zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Relevanz des Spitzensports in Deutschland“, sagte Karsten Petry, im Sporthilfe-Vorstand zuständig für Marketing, Vertrieb und Events. Die Veranstaltung in der Festhalle Frankfurt findet parallel zu den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo statt, dennoch hat die Stiftung Deutsche Sporthilfe u.a. die Zusage von deutschen Sportstars wie Darja Varfolomeev, Olympiasiegerin und mehrfache Weltmeisterin in der Rhythmischen Sportgymnastik, Ruder-Olympiasieger Oliver Zeidler oder Paralympicssiegerin Annika Zeyen-Giles (Para-Radsport) erhalten. (SID)

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Per Mertesacker verlässt den FC Arsenal zum Ende der Saison nach acht Jahren als Leiter der Nachwuchsakademie. Dies gab der Premier-League-Klub am 12. Januar bekannt. Der 41 Jahre alte Weltmeister von 2014 sucht eine neue berufliche Herausforderung. Wohin Mertesacker geht, ist noch nicht bekannt. „Arsenal ist und bleibt für mich ein ganz besonderer Verein, daher war es eine schwierige Entscheidung“, sagte Mertesacker. Er sei sehr dankbar für das Vertrauen, das ihm der Klub geschenkt habe: „Jetzt ist es an der Zeit, mich neuen Herausforderungen zu stellen und mich weiterzuentwickeln.“ (SID)

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Der deutsche Basketball-Welt- und Europameister Franz Wagner träumt davon, eines Tages zum Allstar der NBA berufen zu werden. „Ich kann nicht abstreiten, dass ich gerne dabei sein möchte. Es ist Quatsch zu sagen: ‘Juckt mich nicht’“, räumte der 24-Jährige im Interview mit basketball-world.news ein. Gleichzeitig betonte er, dass es „genau diese Awards und Dinge“ seien, „um die es eigentlich nicht geht. Jeder will Allstar sein, aber dafür braucht es Vertrauen.“ Wagner, der sich Anfang Dezember eine Knöchelverstauchung zugezogen hat, wird dabei sein, wenn am 15. Januar erstmals ein Spiel der regular season in der nordamerikanischen Profiliga auf deutschem Boden ausgetragen wird: In Berlin treffen seine Orlando Magic auf die Memphis Grizzlies. Gewinnen mache ihn „süchtig“, erzählte Wagner, der im vergangenen September mit der deutschen Nationalmannschaft den EM-Titel geholt hatte, „es ist wie ein Dopamin-Hit, und du musst vorsichtig sein, dass es dich nicht komplett einnimmt.“ Besonders beeindruckt habe ihn der Zusammenhalt im deutschen Team: „Dass man zusammen etwas Großes schafft, was man allein nicht hinkriegen würde – das war erfüllend.“ In Berlin könnte er wieder gemeinsam mit Bruder Moritz Wagner auflaufen, der am Wochenende nach langer Verletzungspause beim 128:118-Erfolg über die New Orleans Pelicans sein Comeback für Orlando gab. (SID)

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Gelassen: Alfred Gislason blickt gelassen auf seine Zukunft als Handball-Bundestrainer, würde aber gern über sein Vertragsende hinaus für Deutschlands Handballer verantwortlich sein. „Ich bin jetzt so lange dabei, dass ich natürlich gerne weiter mit der Mannschaft arbeiten möchte“, sagte Gislason im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst. Er sei mit Blick auf eine mögliche Verlängerung seines Vertrags, der 2027 ausläuft, aber „Profi“, ergänzte der Isländer. Er habe „nie gesagt, dass ich dann als Trainer aufhören möchte. Mir macht es Riesenspaß. Wenn ich nach 2027 nicht mehr die deutsche Nationalmannschaft trainiere, ist es halt so. Aber ich werde weitermachen, wenn ich etwas Interessantes bekomme.“ (SID)