Sport und Verein

Neue Regelung zum 01. Januar 2026: E-Sport ist jetzt gemeinnützig!

Dezember 2025

Seit vielen Jahren hatten sich Verbände, Vereine und interessierte Persönlichkeiten für eine Gleichstellung des E-Sports mit dem „normalen“ Sport eingesetzt. Seit dem 01. Januar 2026 ist es nun so weit: E-Sport ist als gemeinnützig anerkannt.

Grund dafür ist eine im „Jahressteuergesetz 2025“ vorgesehene Änderung im Steuerrecht, die mit dem Jahreswechsel in Kraft getreten ist und die Anerkennung von Vereinen im Bereich des E-Sports als gemeinnützig ermöglicht.

Vorgeschichte

Bereits seit über 10 Jahren war die Anerkennung von E-Sport als gemeinnützig im Gespräch. Im Vordergrund stand zunächst die Diskussion, ob es sich bei E-Sport überhaupt um Sport handeln kann. Die Anerkennung war bereits in drei vergangenen Koalitionsverträgen vorgesehen, wurde aber6 nie umgesetzt. Jetzt hat der Gesetzgeber unter Mitwirkung von E-Sport-Verbänden eine Definition für E-Sport entwickelt und die erforderliche Gesetzesänderung vorgenommen.

Was ist überhaupt E-Sport?

E-Sport ist zunächst einmal die Abkürzung für „elektronischen Sport“. Maßstab für den sportlichen Aspekt ist, dass menschliche Spielerinnen und Spieler in virtuellen Welten von Computerspielen in Wettkämpfen gegeneinander antreten. Zudem muss der Erfolg maßgeblich von motorischen, taktischen oder strategischen Fähigkeiten abhängen.

Gesetzlich ist festgelegt, welche Spiele überhaupt als E-Sport-Titel gelten können und welchen Anforderungen diese genügen müssen. So ist etwa eine Alterskennzeichnung der USK erforderlich und das (Ob-)Siegen darf nicht „überwiegend vom Zufall abhängen„.

Quelle: AFP

Chancen der Anerkennung

Die Anerkennung von E-Sport als gemeinnützig bietet vor allem Vereinen zahlreiche Vorteile: Zunächst schafft sie Rechts- und Planungssicherheit. In der Vergangenheit waren bereits einige wenige E-Sport-Vereine als gemeinnützig anerkannt, mussten aber aufgrund der fehlenden gesetzlichen Regelung ständig um diesen Status fürchten.

Gemeinnützige E-Sport-Vereine profitieren nun von Steuervorteilen und können ab sofort sicher mit diesen planen. Zudem besteht für gemeinnützige Vereine ein vereinfachter Zugang zu Förderung und Spenden. Für die Anerkennung als gemeinnützig müssen Vereine einen Antrag beim zuständigen Finanzamt stellen.

Deutschland wird durch die Gesetzesänderung als E-Sport-Standort wettbewerbsfähiger. Diese Tatsache könnte auch die Ligen entlasten, die in der Vergangenheit immer wieder unter finanziellem Druck standen.

Nicht zuletzt hofft man von Seiten der Verbände auf eine größere gesellschaftliche Anerkennung von E-Sport, die Erschließung neuer Zielgruppen und die Gewinnung neuer Mitglieder.

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