Landessportbünde

LSVBW: Große Emotionen, große Wertschätzung

Januar 2026

29. Preisverleihung des Trainerpreises Baden-Württemberg.

Von der Bezirksliga bis zum deutschen Meistertitel. Von den ersten Trainingseinheiten bis zum Olympia-Podest. Und von Barcelona 1992 bis Tokio 2021: Die Trainer-Persönlichkeiten, die beim 29. LSVBW-Trainerpreis ausgezeichnet wurden, haben unzählige Laufbahnen im Sport auf vielfältige Art und Weise geprägt. Im Porsche Museum in Stuttgart wurden sie Ende Januar mit emotionalen Laudationes gefeiert.

Ich brauche etwas, das mich antreibt“, sagt Sedat Sevsay über sich. In den vergangenen zehn Jahren war das der Traum vom deutschen Meistertitel mit den Ringern des ASV Schorndorf. Im Ehrenamt führte der 52-Jährige sein Team zu fünf Aufstiegen und konnte schließlich 2025 den Pokal für die Deutsche Meisterschaft in die Höhe recken. Dieser eindrucksvolle Erfolg bescherte ihm jetzt einen weiteren Höhepunkt seiner Trainer-Laufbahn: die Auszeichnung als Baden-Württembergs „Trainer des Jahres“ 2025.

Einen besonders emotionalen Moment erlebte Sedat Sevsay bei der Laudatio. Denn diese hielt Jello Krahmer, sein Athlet und Stiefsohn: „Es bedeutet mir extrem viel, dir diese Worte zu übermitteln“, sagte der Olympia-Teilnehmer im Ringen. „Ein Trainer formt mehr als Leistung, er formt auch Haltung. Du hast mich nicht nur als Sportler weitergebracht, sondern auch als Mensch. Du bist ein Visionär. Du hast mir beigebracht: Man kann alles verändern, man muss es nur wollen.“

Quelle: LSVBW

Trainerarbeit als Fundament

Der Landessportverband Baden-Württemberg zeichnete im Januar im Porsche-Museum bereits zum 29. Mal gemeinsam mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg und der BARMER sowie mit freundlicher Unterstützung der Porsche AG die Arbeit herausragender Trainer-Persönlichkeiten aus. Die jeweiligen Preise sind mit bis zu 3.000 Euro dotiert.

In festlichem Rahmen führten Moderator Michael Antwerpes und die ehemalige Weltklasse-Turnerin Eli Seitz rund 160 Gäste aus Sport, Politik und Wirtschaft unterhaltsam durch den Abend. Für besondere Stimmung sorgte der Vize-Weltmeister im Mountainbike Trial Oliver Widmann. Mit einer spektakulären Show zog er die Zuschauerinnen und Zuschauer in seinen Bann.

Der Sport nimmt in Baden-Württemberg eine zentrale gesellschaftliche Rolle ein, von der Breite bis in die Spitze, von den Jüngsten bis ins hohe Alter. Die Arbeit der Trainerinnen und Trainer bildet dafür einen wesentlichen Teil des Fundaments“, betonte Sportministerin Theresa Schopper. „Für uns ist es eine Herzensangelegenheit, diesen Einsatz mithilfe unserer Partner im Rahmen des Trainerpreises sichtbar zu machen“, ergänzte LSVBW-Präsident Jürgen Scholz. „Die Wahl ist auch in diesem Jahr auf außergewöhnliche Persönlichkeiten gefallen. Sie machen als Motor im Sportbetrieb individuelle Spitzenleistungen erst möglich und fungieren als wichtige Vorbilder“, erklärte Gastgeber Dr. Jochen Breckner, Porsche AG, Vorstand Finanzen und IT.

Quelle: LSVBW

Mehr als 30 Jahre Trainer-Engagement

Den Sonderpreis der BARMER nahm Klaus Faißt entgegen: Der 69-Jährige bildet am Stützpunkt in Baiersbronn seit 33 Jahren die Talente in der Nordischen Kombination aus. Zahlreiche Heranwachsende hat er gefördert und gefordert und auf ihrem individuellen Weg begleitet. Sein Sohn Manuel Faißt schaffte es 2022 aufs Olympia-Podest. „Trainerinnen und Trainer begleiten junge Menschen in einer prägenden Phase ihres Lebens. Sie vermitteln nicht nur Können und Wissen, sie sind auch Vorbild und Wegbereiter. Klaus Faißt lebt diese Verantwortung als Trainer in der Nordischen Kombination in ganz besonderem Maße“, sagte Winfried Plötze, Landesgeschäftsführer der BARMER, der den Preis überreichte.

Schwimm-Experte Dr. Michael Spikermann wurde mit dem Ehrenpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Als Bundesstützpunkttrainer in Heidelberg und LSVBW-Leistungssportreferent holte er mit seinen Schützlingen rund 80 internationale Medaillen. Mark Pinger, Petra Dallmann und Sarah Wellbrock, geb. Köhler, führte er aufs Olympia-Podium. Die Olympia-Teilnehmerin 2000 in Sydney und mehrmalige Deutsche Meisterin Simone Ulrich hielt die Laudatio auf ihren ehemaligen Trainer. „Du hattest immer klare Vorstellungen und hohe Erwartungen, warst sehr akribisch und immer top vorbereitet, hast keine Einheit verpasst. Elf deiner Athleten sind bei Olympischen Spielen gestartet – ihre Medaillen und ihr Ruhm gehören auch dir.“

Quelle: LSVBW

Richy Müller: Von Polizist zu Polizist

Unterhaltsam wurde es beim Auftritt von Schauspieler Richy Müller, der bei seiner Laudatio in seine bekannteste Rolle schlüpfen konnte: Der Stuttgarter TV-Kommissar zeichnete die Zusammenarbeit des Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg mit dem Landessportverband Baden-Württemberg im Rahmen von zehn Jahren Spitzensportförderung der Landespolizei Baden-Württemberg nach.

Für diese erfolgreiche Kooperation nahm Polizeipräsident Anton Saile gemeinsam mit dem Ansprechpartner für die Spitzensportförderung Jürgen Augst stellvertretend für das Innenministerium den LSVBW-Ehrenpreis entgegen. „Die Symbiose Landespolizei und Spitzensport ist sehr wertvoll“, sagte LSVBW-Präsident Jürgen Scholz. „Für viele Sportlerinnen und Sportler ist es ein Ziel, in die Spitzensportförderung der Polizei aufgenommen zu werden. Wir sind dankbar, dass wir euch an unserer Seite wissen.

Hintergrund zum Trainerpreis

Als der Landessportverband Baden-Württemberg (LSVBW) 1996 zum ersten Mal einen Trainerpreis auslobte, betrat er Neuland. Die 29. Verleihung, die er gemeinsam mit seinen Partnern, dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg und der BARMER sowie mit freundlicher Unterstützung der Porsche AG durchführen konnte, ist der Beleg, dass der LSVBW die engagierte Arbeit der Trainerinnen und Trainer wertschätzt.

Der Trainerpreis Baden-Württemberg wird jährlich vergeben und prämiert Trainerinnen und Trainer aus Baden-Württemberg, die durch herausragende Leistungen, außergewöhnliche sportliche Erfolge ihrer Athleten sowie besondere pädagogische Fähigkeiten auf sich aufmerksam gemacht haben. Vorgeschlagen werden die Trainer von Fachverbänden und Vereinen, aber auch durch Sportschulen, Olympiastützpunkte, Kaderathleten und weitere im Sport angesiedelte Personen. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine Jury, bestehend aus hochrangigen Personen aus Sport, Medien und Politik sowie den Partnern des Trainerpreises. 

Quelle: www.lsvbw.de