
Bollywood beinahe wortwörtlich: Tischtennis-Idol Timo Boll flimmert in Kürze als Hobby-Schauspieler im oscarverdächtigen Hollywood-Film „Marty Supreme“ über die deutschen Kinoleinwände. „Der Film ist ein bisschen verrückt“, sagte Boll in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung rund vier Wochen vor dem Start des für neun Oscars nominierten Streifens in deutschen Filmpalästen (26. Februar): „Dafür, das alles mal gesehen und erlebt zu haben und im Abspann genannt zu werden, hat es sich schon gelohnt. Ich bin stolz, dass ich dabei sein durfte.“ Deutschlands erfolgreichstes Tischtennis-Ass stellt in dem fiktional in den 50er Jahren spielenden Streifen über den früheren US-Tischtennisstar Marty Reisman einen tschechischen Kontrahenten des Titelhelden, gespielt von Timothée Chalamet, dar.
„Von den fünf Ballwechseln, die wir gedreht haben, kommt nur einer im Film vor. Ich sage auch einen kurzen Satz“, beschrieb Boll den Umfang seines Auftritts. Seinen Ausflug ins Filmgeschäft verdankt der 44-Jährige dem US-Regisseur Josh Safdie. Der Filmemacher sei „ein großer Tischtennisfan. Er wollte im Film Spieler haben, die ein bisschen spielen können, und weil er ein großer Fan von mir ist und privat den gleichen Schläger spielt wie ich, hat er mir eine kleine Rolle gegeben“, beschrieb Boll die Hintergründe seines ungewöhnlichen Nebenjobs. Zur Oscar-Verleihung am 15. März wird der Nebendarsteller nicht persönlich nach Los Angeles reisen, „aber ich werde richtig mitfiebern und Josh und Timothée und der ganzen Crew die Daumen drücken“. (SID)
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Italiens Verkehrs- und Infrastrukturminister Matteo Salvini hat einen Teil der Baukosten für die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo (6. bis 22. Februar) offengelegt. Der neue Eiskanal in Cortina, der gegen den Willen des Internationalen Olympischen Komitees umgesetzt und letztlich in weniger als einem Jahr fertiggestellt wurde, habe 124,8 Millionen Euro gekostet, berichtete Salvini bei einer Veranstaltung in Rom. Im Zuge dessen seien 850 Bäume gefällt, aber 10.000 gepflanzt worden.
Weitere Investitionen flossen laut dem 52-Jährigen in Anlagen für Freestyle-Ski (5,4 Millionen), den Snowpark in Livigno (35,8 Millionen) sowie in die Modernisierung der Langlaufanlagen am Tesero-See in Trentino (17,7 Millionen). Insgesamt waren laut Salvini 340 italienische Unternehmen an der Vorbereitung auf die 25. Olympischen Winterspiele beteiligt. 51 Verkehrsprojekte und 47 Sportanlagen sollen auch nach den Spielen erhalten bleiben. (SID)
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Die Union will die Fußball-WM 2042 offenbar nach Deutschland holen. Einem Bericht der Rheinischen Post zufolge geht dies aus einem Antrag für den CDU-Bundesparteitag im Februar hervor, der der Zeitung vorliegt. Darin heißt es, dass die CDU Deutschlands eine deutsche Bewerbung beim Weltverband FIFA für das Turnier in 16 Jahren befürworte. „Eine Austragung ist eine Einladung an die Welt, Kultur kennenzulernen und Gastfreundschaft in Deutschland mitzuerleben“, heißt es in dem CDU-Antrag. Es sollte für Deutschland ein Anliegen sein, „als Ausrichtungsland die Werte des Fußballs wie zum Beispiel Fairplay als Rechtsstaat und Demokratie zu vertreten“.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf betonte zuletzt, dass er eine Bewerbung des Verbandes um die Ausrichtung der WM in den Jahren 2038 oder 2042 erwägt. Er könne sich „grundsätzlich vorstellen, dass wir uns perspektivisch mit dieser Frage auseinandersetzen und schauen, unter welchen Rahmenbedingungen eine solche Bewerbung überhaupt denkbar ist“, sagte der 64-Jährige: „Klar ist, dass es nur wenige Verbände in der Welt gibt, die die Infrastruktur haben, um ein solches Turnier mit 48 Mannschaften und den damit einhergehenden Anforderungen zu stemmen. Wir können selbstbewusst sagen, dass wir eine ausgezeichnete Infrastruktur besitzen.“ (SID)
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Das Finale des DFB-Pokals der Männer wird auch in den kommenden Jahren im Berliner Olympiastadion stattfinden. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und das Land Berlin einigten sich auf eine Austragung des Endspiels in der Hauptstadt bis 2030. Das gab der DFB Anfang Februar bekannt.
„Das DFB-Pokalfinale in Berlin ist ein fester Bestandteil des deutschen Fußballs und ein echtes Highlight für Fans und Vereine. Das Endspiel im Olympiastadion steht für Tradition, Emotion und sportliche Exzellenz – Werte, die den Pokal so einzigartig machen“, sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf. Mit der Verlängerung setze man nun „ein klares Zeichen: Wir wollen den Fans weiterhin ein unvergleichliches Erlebnis bieten und die besondere Atmosphäre dieses Finales bewahren. Wir freuen uns, diese Erfolgsgeschichte gemeinsam mit Berlin fortzuschreiben“. (SID)