Sachsens Leistungssportlerinnen und -sportler haben in der Wintersportsaison 2025/2026 insgesamt 32 Medaillen bei den Olympischen Spielen, Europa- und Weltmeisterschaften sowie internationalen Nachwuchstiteln gewonnen. Nun wurden sie geehrt.
Sachsens Leistungssportlerinnen und -sportler haben in der Wintersportsaison 2025/2026 insgesamt 32 Medaillen bei den Olympischen Spielen, Europa- und Weltmeisterschaften sowie internationalen Nachwuchstiteln gewonnen. Der Landessportbund Sachsen (LSB) und das Sächsische Staatsministerium des Innern (SMI) ehrten die erfolgreichen Aktiven sowie deren Trainerinnen und Trainer am 30. März im Sächsischen Innenministerium in Dresden.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die gesamte Bandbreite des sächsischen Wintersports – von etablierten Spitzenathletinnen und -athleten bis hin zum erfolgreichen Nachwuchs. Geehrt wurden Sportlerinnen und Sportler, die bei internationalen Meisterschaften im Erwachsenen-, Junioren- und Jugendbereich Medaillen erringen konnten.
Sachsens Innenminister Armin Schuster eröffnete die Veranstaltung. „Die vielen Medaillen und vor allem die 22 TOP-10-Platzierungen unserer sächsischen Wintersportlerinnen und Wintersportler bei den Olympia, EM und WM zeigen, dass wir zur Weltspitze gehören und das gibt Zuversicht für Olympia in Frankreich 2030. Damit das so bleibt, investieren wir gezielt in eine neue Wintersportstrategie, die wiederbelebte akademische Trainerausbildung, mehr Mittel für die Nachwuchsförderung und Trainervergütung sowie unserer klaren Unterstützung für die Olympia-Bewerbung Berlin Plus“, so Schuster.
Auch Klaus-Ulrich Mau, Vizepräsident Leistungssport des LSB, betonte die Bedeutung des Zusammenspiels von Spitze und Nachwuchs: „Unsere Erfolge im internationalen Vergleich beruhen auf einer kontinuierlichen und engagierten Nachwuchsarbeit. Die heute Geehrten stehen stellvertretend für viele, die täglich mit großem Einsatz an diesen Leistungen arbeiten.“
Erfolgreiche Saison in allen Bereichen
Olympiateilnehmende als Teil der Ehrung
Die Olympischen und Paralympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo prägten die Wintersportsaison mit besonderen Momenten, großen Emotionen und herausragenden Leistungen. Für die sächsischen Athletinnen und Athleten waren sie zugleich Höhepunkt jahrelanger harter Arbeit. Auch wenn die Olympiateilnehmenden bereits beim offiziellen Empfang des Freistaates Sachsen (in der vergangenen Woche) gewürdigt wurden, erhielten sie im Rahmen der Wintersportlerehrung erneut eine besondere Bühne – eingebettet in die Gemeinschaft des sächsischen Wintersports. So wurden Skilangläuferin Katharina Hennig Dotzler und Rennrodler Timon Grancagnolo für ihre Leistungen in Mailand und Cortina d’Ampezzo nachträglich ausgezeichnet.
Spitzenleistungen in den Kufensportarten

Besonders erfolgreich präsentierten sich in der vergangenen Wintersportsaison erneut die Kufensportarten Bob und Rennrodeln, die traditionell zu den stärksten Disziplinen im Freistaat zählen. Dabei holten die Rennrodlerinnen und Rennrodler die meisten Medaillen. Im Rodeln ging einmal Gold in der Weltcup-Gesamtwertung an Julia Taubitz und an Jörn Wenzel im Bobteam Lochner. Zweimal Gesamt-Weltcup-Silber ging an das Bobteam Friedrich, jeweils im Zweier- und im Viererbob. Jessica Degenhardt wurde im Doppelsitzer Europameisterin in Oberhof und holte den dritten Platz im Gesamtweltcup, jeweils zusammen mit Cheyenne Rosenthal (NRW).
Nachwuchs rückt besonders in den Fokus
Im Nachwuchsbereich überzeugten vor allem die Doppelsitzer-Duos Silas Sartor und Liron Raimer mit Gold und Silber bei den Junioren-Europameisterschaften sowie Luise Röder und Maria Susann Schneider, die bei der Junioren-Weltmeisterschaft Silber und bei der EM Bronze gewannen. Auch Lilly Sophie Bierast und Leandra Claus trugen mit einer Silbermedaille bei der Junioren-EM zur starken Bilanz im Rennrodeln bei. In den Einzelwettbewerben ragte Teresa Meier mit dem Titel bei der Jugend-Europameisterschaft heraus, während Malou Hollweg (Silber) und Corbinian Hähnel (Bronze) den kompletten Medaillensatz für Sachsen ergänzten.
Mia Meinig setzte im Eisschnelllauf mit Bronze bei der Junioren-WM und einem deutschen Juniorenrekord ein Ausrufezeichen. Im Bobsport überzeugte das Team um Alexander Czudaj, Bruno Götzel und Nino Vogel mit zwei Bronzemedaillen bei der Junioren-Weltmeisterschaft im Zweier- und Viererbob). Weitere internationale Erfolge steuerten Johann Lehnung mit WM-Gold im Biathlon sowie die Skispringerinnen Julina Kreibich und Megi Lou Schmidt und die Nordische Kombiniererin Maja Antonia Loh mit Teammedaillen bei.
Würdiger Rahmen für große Leistungen
Die Ehrung im Sächsischen Innenministerium bot einen festlichen Rahmen, um die sportlichen Erfolge der Saison angemessen zu würdigen. Neben Urkunden erhielten die Geehrten auch in diesem Jahr das „Puzzleteil zum Erfolg“ als symbolischen Baustein für sportliche Spitzenleistungen, welches seit 2018 in wechselnden Ausführungen verliehen wird. Mit einer starken Bilanz im Spitzen- wie im Nachwuchsbereich bestätigt Sachsen erneut seine Rolle als einer der führenden Wintersportstandorte in Deutschland.
Nachwuchsförderung mit Perspektive
Das Team „Talente für Olympia“ ist das Nachwuchsförderprojekt der Stiftung Sporthilfe Sachsen und unterstützt seit über 20 Jahren gezielt junge Athletinnen und Athleten mit Perspektive auf künftige Olympische Spiele. Jährlich werden ausgewählte Nachwuchssportlerinnen und -sportler in das Team berufen und für ein Jahr finanziell gefördert. Viele ehemalige Mitglieder haben den Sprung in die internationale Spitze geschafft.

Im Rahmen der diesjährigen Wintersportlerehrung wurden zehn neue Talente in das Förderteam aufgenommen: John Paul Kühmel (Skeleton), Luise Röder (Rennrodeln), Tizian Grancagnolo (Rennrodeln), Hugo Winter (Biathlon), Fritz Ungethüm (Nordische Kombination), Finn Hoffmann (Skilanglauf), Louis Wölfle (Skisprung), Luisa Seifert (Eiskunstlauf), Mia Meinig (Eisschnelllauf) und Marten Taubert (Short Track). Die Berufung erfolgte durch die Stiftung Sporthilfe Sachsen gemeinsam mit den Olympiateilnehmenden Katharina Hennig Dotzler und Timon Grancagnolo, der für einen kleinen emotionalen Moment sorgte, denn er konnte seinen jüngeren Bruder (Tizian Grancagnolo) im „Talente für Olympia“-Team begrüßen.
Quelle: www.sport-fuer-sachsen.de