Der Landessportbund Sachsen (LSB) und das Sächsische Staatsministerium des Innern (SMI) würdigten auf einer Ehrungsveranstaltung Anfang November im Deutschen Hygiene-Museum Dresden die erfolgreichen sächsischen Aktiven sowie deren Trainerinnen und Trainer.
Der Sommer 2024 stand im Zeichen der Olympischen und Paralympischen Spiele in Paris, die leistungsmäßig und emotional das sportliche Highlight des Jahres bildeten. Alle sächsischen Starterinnen und Starter wurden bereits beim Olympiaempfang in der sächsischen Staatskanzlei für ihre Leistungen geehrt. Doch Sachsens Leistungssportlerinnen und -sportler haben in der abgelaufenen Sommersaison auch zahlreiche Medaillen bei Europa- und Weltmeisterschaften im Spitzen-, Nachwuchs- und Mastersbereich sowie im Behindertensport gewonnen. Im Hygiene-Museum standen somit vor allem die Aktiven im Fokus, die nicht bei Olympia teilgenommen haben, also Welt- und Europameister*innen nichtolympischer Sportarten – von Beachhandball über Finswimming bis Para Kegeln – sowie alle Medaillengewinner*innen internationaler Nachwuchsmeisterschaften und im Masters-Bereich.
Insgesamt 97 Medaillen konnten diese sächsischen Sportlerinnen und Sportler in der vergangenen Sommersaison sammeln: 21-mal Gold, 33-mal Silber und 43-mal Bronze. Dazu gab es 163 Platzierungen auf den Ranglistenplätzen vier bis zehn zu verzeichnen. Besonders bemerkenswert ist die Vielfalt der Erfolge, welche in insgesamt 22 Sportarten errungen werden konnten.
Glückwünsche aus der Politik
Internationale Erfolge in Nachwuchs und Spitze
Im Nachwuchsbereich hervorzuheben sind die Leistungen im Kanu-Rennsport sowie -Slalom, im Radsport, Schwimmen und Wasserspringen. Besonders herausragende Einzelleistungen erbrachten hier beispielsweise die U23-Weltmeister im Kanu-Rennsport, Tobias Hammer und Estella Damm, sowie Lykka Strobel als Juniorenweltmeisterin. Weiteres Edelmetall in den Freistaat holten unter anderem Felix Thomas Krones, Juniorenweltmeister Rudern im Doppelvierer, sowie die Junioreneuropameister Colin Rudolph und Anastasia Kuniß im Radrennsport und Annette Wehrmann im Kanu-Marathon (U23).
Im Masters-Bereich wurden ebenfalls reichlich Titel gesammelt: 20 sächsische Weltmeisterinnen und Weltmeister in denSportarten Finswimming, Schwimmen, Wasserspringen, Hockey, Leichtathletik und Kanu-Marathon wurden in der vergangenen Sommersaison gekürt. Besonders hervorzuheben sind der siebenfache Weltmeister Hans Gerd Pietzsch im Finswimming in der Altersklasse bis 80, der vierfach-Weltmeister im Wasserspringen Erik Seibt in der AK 50 sowie die fünffache Schwimm-Weltmeisterin Alisa Fatum in der AK 25 – was auch altersmäßig die ganze Bandbreite des sächsischen Mastersports zeigt.
Finswimmer im Goldenen Buch des Sports
Die symbolhaften „Austragungen“ aus dem Goldenen Buch ehren erfolgreiche sächsische Athletinnen und Athleten, die ihre sportliche Karriere beendet haben. In einem feierlichen Rahmen werden hierbei mit einem letzten Eintrag nochmal alle Leistungen der gesamten sportlichen Laufbahn zusammengefasst. Diese besondere Ehre wurde am Montagabend einer sächsischen Instanz im Finswimming und Orientierungstauchen zuteil: Daniel Sonnekalb schaut auf eine beeindruckende Erfolgsbilanz von über 20 Jahren Bundeskaderstatus mit insgesamt 25 WM- und EM-Medaillen zurück. Mit 52 Jahren beendete er nun seine sportliche Laufbahn.
Mit Erfolgen wie diesen vor Augen wurde im Rahmen der Veranstaltung das Team „Talente für Olympia“ durch die Stiftung Sporthilfe Sachsen berufen: 22 junge Sportlerinnen und Sportler aus insgesamt 15 Sportarten werden dieses Jahr durch das bereits seit mehr als einem Jahrzehnt bestehende Nachwuchsförderprojekt unterstützt.
Quelle: www.sport-fuer-sachsen.de