Sollte sich Deutschland um die Austragung der Olympischen Spiele bewerben, dann aus Sicht der Olympia-Befürworter am besten mit München. Die bayerische Landeshauptstadt ist der klare Favorit für eine deutsche Olympia-Bewerbung – mit deutlichem Abstand vor Berlin und der Region Rhein-Ruhr. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des Tagesspiegel. Auf die Frage, welche Region am besten dafür geeignet ist, die Olympischen Spiele in Deutschland auszutragen, antworteten 44 Prozent München. Berlin folgt mit 25 Prozent deutlich abgeschlagen auf Rang zwei, am schlechtesten schnitt die Region Rhein-Ruhr mit Köln als zentralem Austragungsort ab (22 Prozent).
Allerdings stehen die Bürger einer deutschen Olympia-Bewerbung grundsätzlich eher kritisch gegenüber. 49 Prozent der Befragten sprachen sich gegen Olympische Spiele in Deutschland aus. Nur 39 Prozent sind dafür. Dabei ist die Unterstützung insbesondere bei den 18- bis 29-Jährigen, aber auch bei den 30- bis 39-Jährigen größer als bei den älteren. Am 26. September entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), mit welcher Region er sich um die Austragung der Spiele 2036, 2040 und 2044 bewerben will.

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Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) hat den Mutterschutz im Profifußball gestärkt. Das Gericht entschied, dass der italienische Klub Lazio Rom seiner ehemaligen Verteidigerin Maja Göthberg Schadensersatz zahlen muss. Dieser sei unrechtmäßig von einem Vertrag zurückgetreten, als die Schwedin ihre Schwangerschaft mitgeteilt hatte. Die Spielergewerkschaft FIFPRO sprach von einem „wegweisenden“ Urteil.
Der CAS stellte fest, dass bereits vor der Offenlegung der Schwangerschaft ein rechtsverbindlicher Arbeitsvertrag zustande gekommen war – auch ohne Unterschrift. Dafür müsse kein unterzeichneter oder registrierter Vertrag vorliegen. Das Gericht erklärte weiter: „Der Verein begann genau in dem Moment, als er von der Schwangerschaft der Spielerin erfuhr, die Gültigkeit des Vertrags zu bestreiten.“ Lazio muss Göthberg nun insgesamt 69.333 Euro zahlen.
Laut FIFPRO hat Göthberg ein Verfahren angestrengt, das „die künftige Anwendung von Schutzbestimmungen bei Schwangerschaften im Profifußball prägen könnte“. Göthberg hatte in der Saison 2023/24 für Lazio gespielt und war mit dem Klub in die erstklassige Serie A aufgestiegen. „Die Bedeutung dieses Urteils geht über Maja Göthberg hinaus und bestätigt, dass Klubs nicht einfach aus einem Arbeitsverhältnis aussteigen können, selbst wenn dieses nicht vollständig formalisiert ist, sobald sie erfahren, dass eine Spielerin schwanger ist“, sagte FIFPRO-Rechtsdirektorin Alexandra Gomez Bruinewoud.
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Sein French-Open-Triumph hat Alexander Zverev die Auszeichnung zum Sportler des Monats Juni beschert. Die von der Sporthilfe geförderten Athletinnen und Athleten entschieden sich bei der Wahl für den 29 Jahre alten Hamburger, der aktuell in Wimbledon um weitere Ehren kämpft. Zverev, der in Paris am 7. Juni seinen ersten Grand-Slam-Triumph gefeiert hatte, verwies mit 50,8 Prozent der Stimmen Triathletin Lisa Tertsch (38,9) und das 3×3-Basketball-Nationalteam der Männer (10,3) auf die Plätze zwei und drei.
Staffel-Olympiasiegerin Tertsch gewann bei den Europameisterschaften im spanischen Tarragona den EM-Titel auf der olympischen Distanz. Die Basketballer Denzel Agyeman, Fabian Giessmann, Kevin Bryant und Niklas Kropp feierten bei der Weltmeisterschaft in Warschau mit dem Gewinn der Silbermedaille den größten Erfolg in der Geschichte des deutschen 3×3-Basketballs der Männer.

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Zwei Jahre Planung, mehr als 85.000 Arbeitsstunden – und ein großes Ziel: Deutschlands Segel-Star Boris Herrmann (45) präsentierte am 6. Juli seine neue Rennyacht. Die „Malizia 4“ lief um 7.48 Uhr im französischen Lorient vom Stapel und soll Herrmann bei dessen dritter Vendée Globe zum Sieg tragen. „Heute ist ein sehr emotionaler Tag für uns alle“, sagte Herrmann: „Monatelang haben wir verfolgt, wie Malizia 4 von ersten Zeichnungen Stück für Stück Realität wurde. Sie nun endlich im Wasser zu sehen, ist etwas ganz Besonderes. Ich bin unglaublich stolz auf das Team und auf das, was wir erreicht haben. Es macht mich einfach glücklich, sie jetzt so zu sehen.“
Das neue Boot zeichnet sich vor allem durch einen schmaleren, flacheren Rumpf aus. Das Ziel der Konstrukteure: Sowohl bei starkem Wind als auch unter leichteren Bedingungen schnell zu sein. Technische Neuerungen wie optimierte Foils, ein vollständig geschlossenes Cockpit, Steuerräder statt Pinne sowie moderne Sensor- und KI-Systeme sollen die Leistung und Sicherheit verbessern. „Ich freue mich riesig auf die ersten Eindrücke beim Segeln“, sagte Herrmann über die Yacht, mit der er beim Ocean Race (2027) den Sieg anstrebt. Auch bei der legendären Solo-Regatta Vendée Globe (2028/29) will er wieder vorne mitmischen.
