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September 2020

Landessportbünde

Über 30 Prozent mit Ganztagsschulen

Das Erfolgsmodell „Kooperation Schule-Verein“ geht in diesem Jahr in seine 28. Saison – und das ohne jede Rückschläge oder nachlassendes Engagement der Vereine. Sie bieten eine breite Palette vom Breitensport bis zum Wettkampfsport − und das in den verschiedensten Sportarten. Diese damit verbundene Vielfalt kommt vor allem den Kindern und Jugendlichen zugute. Sie haben durch das Kooperationsprogramm die Möglichkeit, Neues zu entdecken und fast alles kennenzulernen, was der Sport zu bieten hat.

Als das Programm im Schuljahr 1986/87 nach zweijähriger Probephase gestartet wurde, wurden in Nordbaden ganze 76 Maßnahmen bezuschusst – der Badische Sportbund Nord (BSB) musste bei den Vereinen regelrecht um Anträge werben. Das hat sich bereits in den ersten Jahren schnell geändert. Die Antragszahlen gingen rasant nach oben und bald hatte sich das Programm als fester Bestandteil der Vereinsarbeit etabliert.

Auch für das Schuljahr 2013/14 ist die Zahl der Anträge wieder leicht gestiegen. Konkret heißt das, dass im Badischen Sportbund 1.363 Anträge auf Bezuschussung einer Kooperationsmaßnahme eingegangen sind. Leider können nicht alle bezuschusst werden – dazu reichen die Mittel nicht aus. Allerdings können sich immerhin 86,5% aller Antragsteller über einen Zuschuss von in der Regel 360 Euro freuen. 100 Euro mehr gibt es für Kooperationen mit Sonderschulen, da die Arbeit mit körper- oder geistig behinderten Kindern in der Regel mehrere Übungsleiter bzw. Betreuer erfordert. Die konkreten Zahlen: Von 1.363 beantragten Maßnahmen erhalten 1.179 einen Zuschuss, 53 von ihnen den erhöhten Satz für Sonderschulen. Die restlichen 184 Maßnahmen, die keine finanzielle Förderung erhalten, werden aber in der Regel trotzdem durchgeführt, sodass sie versicherungstechnisch abgesichert sind.

Lebenslang Sport treiben

Die vor über 25 Jahren formulierten Ziele für das Programm sind natürlich auch heute noch aktuell – nämlich durch zusätzliche Sportangebote bei Kindern und Jugendlichen die Freude am Sport zu wecken und möglichst auch zu erhalten. Die Kontinuität des Programms trägt dazu bei, dass der erste Spaß keine Eintagsfliege bleiben muss und die Kinder die Möglichkeit haben, dabei zu bleiben und ihre Fähigkeiten auszubauen. Im Hintergrund steht dabei der Gedanke, möglichst auf ein lebenslanges Sporttreiben hinzuwirken.

Über 30 Prozent mit Ganztagsschulen

Mit dem Ausbau der Ganztagsschulen kommt dem Kooperationsprogramm ein besonderer Stellenwert zu. Einerseits haben die Vereine den Vorteil, dass sie an den Schülern, die nachmittags nun in der Schule sind, „dranbleiben“ können, andererseits verlangt diese Betreuung erhöhten zeitlichen und organisatorischen Aufwand, der nicht von jedem Verein zu leisten ist. Trotz dieser Ambivalenz werden im neuen Schuljahr über 30 Prozent aller Maßnahmen mit Ganztagsschulen durchgeführt.

Turnen vor Fußball und Handball

Das Ranking der Sportarten führt wie im Vorjahr der Badische Turner-Bund an, und zwar mit 225 Maßnahmen vor dem Badischen Fußballverband (186) und dem Badischen Handball (161). Danach folgen in der Reihenfolge unverändert Tennis (146), Basketball (98), Tischtennis (74) und Leichtathletik (63). Die meisten der Kooperationen findet naturgemäß in den Schulsportarten statt, es gibt aber durchaus auch ausgefallene Angebote wie z.B. Baseball, Eissport, Klettern, Segeln oder Tauchen, die man sonst im Schulsport niemals finden würde.

Quelle: Badischer Sportbund – www.badischer-sportbund.de